Gartenwissen

Insekten sind für das Ökosystem unverzichtbar

Im Sommer zieht es den Menschen nach draußen, der eigene Garten wird zum Paradies. Wir sehnen uns nach frischer Luft und Sonnenschein. Terrasse und Balkon werden zum Wohnzimmer, in dem die Familie zusammenkommt und den Tag genießt.

Das aber nur selten alleine, denn wo Kaffee und Kuchen auf dem Gartentisch stehen, sind Insekten nicht weit. Sie mögen lästig sein, sind aber für das Ökosystem unverzichtbar. Und sie erfüllen auch für uns Menschen eine wichtige Aufgabe: Die Bestäuber sorgen für unsere Nahrung.

Insekten und Krabbeltieren den Zutritt verwehren

Natürlich möchte man Fliegen, Mücken, Bienen und Wespen nicht unbedingt auf dem Kuchenteller haben. Man muss sie aber nicht gleich erschlagen. Es gibt sinnvolle Mittel und Wege, sich die lästigen Tierchen vom Leib zu halten. Gerade Fliegen haben einen besonders guten Geruchssinn und den kann man sich zunutze machen. Es gibt Pflanzen, die Fliegen auf Abstand halten.

Um ihnen den Zutritt ins Innere von Haus und Wohnung zu verwehren, kommen in den Sommermonaten Fliegenschutzgitter zum Einsatz. Sie gibt es auch für Terrassen- und Balkontüren als Pendel- und Schiebetüren. Moderne Fliegengittertüren werden auf Maß angefertigt und sind kinderleicht zu bedienen. Das Gewebe der Insektenschutz-Schiebetüren lässt Luft und Licht durch und verhindert zuverlässig das Eindringen von Insekten und Krabbeltieren.

Mit Kräutern und Pflanzen gegen die Plagegeister

Auf Terrasse und Balkon lassen sich Fliegen beispielsweise durch Kapuzinerkresse vertreiben. Selbst Schnecken suchen das Weite, wenn sie Kapuzinerkresse riechen. Kleine Mücken hält man sich mit Zitronenmelisse vom Hals, auch Basilikum vertreibt die Plagegeister. Obendrein hat man damit jederzeit frische Kräuter für die sommerliche Küche parat.

Genoveser Basilikum
Schon gewusst? Basilikum vertreibt Mücken!

Wer lieber bunte Blumen auf Balkon oder Terrasse haben möchte, greift zu Geranien und Studentenblumen. Auch ihr Geruch hält Fliegen fern und sie verleihen dem Wohnzimmer im Freien ein fröhlich-buntes Ambiente.

Dramatischer Rückgang der Fluginsekten

Auf keinen Fall sollte man mit der Fliegenklatsche gegen Insekten vorgehen. Denn zwischen 1989 und 2014 sind die Fluginsekten bereits um 80 Prozent zurückgegangen, wie der Naturschutzbund Deutschland im Jahr 2016 bekannt gab. Betroffen sind neben Schwebfliegen auch Schmetterlinge und Bienen, mit dramatischen Folgen für unsere Nahrungsgrundlagen und natürlich die Vogelwelt, die Insekten als Nahrung benötigt.

Insektenhotel
Insektenhotels bieten bedrohten Insektenarten ein zu Hause.

Die Naturschützer setzen sich deshalb für das Aufstellen von Insektenhotels ein, wo immer das möglich ist. Und viele Gartenbesitzer machen bereits mit. Schon einfache Nisthilfen wie Holzstückchen mit Löchern reichen aus, um Wildbienen Unterschlupf zu gewähren. Geeignet sind auch Bambusröhrchen von 10 bis 20 Zentimetern Länge, die gebündelt und in Hohlräume oder einem Holzkästchen untergebracht werden. Einfache Pappröhren sind zum Beispiel bei Mauerbienen sehr begehrte Nisthilfen.

Insekten gegen Schädlinge einsetzen

Gartenbesitzer bekommen mit einem Insektenhotel auch gleich nützliche Helfer gegen so manchen Schädling frei Haus. Viele Insekten sind nämlich natürliche Fressfeinde beispielsweise von Blattläusen. Schlupfwespen, Schwebfliegen, Marienkäfer und Spinnen sind solche Nützlinge, die sich von Milben und Läusen ernähren und den Einsatz von umweltschädlichen Chemikalien entbehrlich machen.

Vor all den Fliegern und Krabblern im Garten fürchten muss man sich nicht, wenn Fenster und Türen durch Fliegenschutzgitter ihr Eindringen in die Wohnräume verhindern und die entsprechende Bepflanzung auf Terrasse und Balkon sie im Freien ein wenig auf Distanz hält.

Titelbild: Bild von Myriams-Fotos auf Pixabay

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