Tiere im Haus und Garten

Bienen im Garten beheimaten

Ob mit dem Aufstellen von Bienenstöcken oder durch gezielte Hilfen für Bienen bzw. Wildbienen – es gibt zahlreiche Möglichkeiten die bedrohten Tiere zu unterstützen.

„Man mag es nicht glauben, aber die Bienenbestände nehmen in Deutschland dramatisch ab“, erklärt Dr. Achim Friedrich, Präsident des BDG. „Und ihr Fehlen hat weitreichende Folgen: Ohne Bienen keine Befruchtung der Blüten und keine Früchte.“ Mickrige Ernten ärgern nicht nur Gärtner, auch Vögel, Igel und andere Kleintiere finden dann kaum noch Nahrung und die Pflanzen werden nicht mehr verbreitet.

Kurzum: Das gesamte Ökosystem wird ohne Bienen empfindlich gestört. Die gute Nachricht: Jeder kann etwas für die pelzigen Insekten tun. In Kleingartenanlagen wird das Imkern zunehmend unterstützt. Freie Parzellen werden für Bienenstöcke reserviert, so dass die Tiere dort ungestört leben können. Die Pflege der Honigbienen ist zwar etwas aufwändiger und erfordert etwas Grundwissen, dafür lockt am Ende jeden Jahres das süße Bienengold: Honig.

Biene, Rose im Garten @ Gartenzeitung.com
Wildrosen bieten Bienen genügend Pollen an. Gefüllte Rosen leider nicht. Daher sollte der naturnahe Hobbygärtner bei der Bepflanzung des Gartens darauf Rücksicht nehmen.

Nisthilfen für Wildbienen

Deutlich weniger Einsatz erfordert die Ansiedlung von Wildbienen. Dazu gehören alle Arten, die keine Honigbienen sind, unter anderem auch die Hummeln. Wildbienen leben meist einzeln und nicht in Schwärmen, geben keinen Honig, sind aber ebenfalls äußerst fleißige Bestäuber. Mit einfachen Nisthilfen aus Bambusstäben, angebohrten Holzstücken oder Ähnlichem können sie in den Garten gelockt werden.

Jetzt im Mai ist die perfekte Zeit die Bienenhotels aufzustellen. Wer dann noch mit einheimischen Blühpflanzen und Obstgehölzen für ein ausreichendes Nahrungsangebot sorgt, hört sicher schnell ein freundliches Summen in seinem Garten. Übrigens: sowohl Honig- als auch Wildbienen fühlen sich auch in Städten sehr wohl. Auch hier lohnt es sich, sie zu unterstützten.

Der Einwand „Die stechen doch!“ gilt übrigens nicht: Sowohl Honig- als auch Wildbienen stechen in der Regel nur, wenn sie sich akut bedroht fühlen. Verhält man sich besonders vor ihren Behausungen stets ruhig, können Stiche nahezu ausgeschlossen werden.

„In Kleingartenanlagen haben wir mit der gezielten Ansiedlung von Bienen äußerst gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Dr. Achim Friedrich. „Die Obsterträge nehmen deutlich zu und besonders Kinder haben viel Freude daran, das Treiben der Insekten zu beobachten.“

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