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Rasen

Tipps zur Pflege des Rasens

Schönheit geht Pflege voraus

Ein schön ausgereifter Rasen ist das Phantasiegebilde eines fast jeden Hobbygärtners. Selbstredend soll die Wunschvorstellung auch realisiert werden. Doch ein formvollendeter Rasen braucht ein hohes Quantum an Fürsorglichkeit wenn er den Ansprüchen seiner Besitzer gerecht werden soll. Insbesondere die Erhöhung der Widerstandsfähigkeit in Bezug auf allgegenwärtigen Schädlingsbefall oder sonstigen Umwelteinflüssen liegt vielen Gartenfreunden besonders am Herzen.

Mit Geduld und notwendiger Sorgfalt kann man die Problematik eingrenzen und gegebenenfalls die Ursachen auch bändigen. Unkrautwuchs, Schädlinge oder der drollig niedliche Maulwurf geben sich gern die Ehre.

Unkrautbefall im Rasen

Ein gehaltloser Erdboden und die damit verbundene Nahrungsknappheit gibt den häufigsten Anstoß für Unkrautbefall. Haben die wichtigsten Bestandteile des Erdbodens ihren Tiefpunkt erreicht, entwickelt der Rasen keine gesunde Konsistenz. Denn gerade in der Konsumierung von Nährstoffen hat der Rasen einen entsprechend hohen Verbrauch.

Als Folge unzureichender Entwicklung entstehen auf der Rasenfläche immer größere Ausschnitte wo sich den Ansprüchen nach genügsameres Unkraut als Lückenbüßer breitmacht. Andererseits sind auch Flächen, die zu schattig gelegen sind, für unerwünschten Unkrautwuchs sehr empfänglich.

Naturbewusste Unkrautbekämpfung

Unkraut jäten ist eine lästige und strapaziöse Arbeit. Die Beseitigung von Unkraut mit dem herkömmlichen Unkrautstecher ist eine mühselige aber zugleich umweltverträgliche Methode. Alternativgerecht und sehr umweltbewusst zudem weniger arbeitsintensiv ist das Übergießen mit heißen Wasser.

Eine besonders wichtige Vorbeugungsmaßnahme ist die frühzeitige Entfernung des Unkrautwuchses im optimalen Fall vor Beginn der Blütezeit. Weiterhin kommt es auf die Regelmäßigkeit an, mit der die Unkrautbekämpfung betrieben wird. Auf den Einsatz von chemischen Mitteln sollte weitgehend verzichtet werden.

Unkrautarten

Nicht alle Pflanzen, die sich gern auf Rasenflächen ansiedeln, werden zwangsläufig als lästiges Unkraut angesehen. Oftmals ist der Verwendungszweck für den Rasen entscheidend.

Handelt es sich um einen Zierrasen, der als besonders pflegeintensiv gilt oder einen Wildrasen, der als sogenannte Wildwiese etwas abgewirtschaftet in Erscheinung tritt. Die wohl berühmtesten Bewohner sind Löwenzahn und Gänseblümchen aber auch nachfolgend aufgeführte Unkrautarten sind häufige Stammgäste unserer Rasenflächen.

  • Weißklee (Bellis perennis)
  • Rispengras (Poa annua)
  • Kleiner Ampfer (Rumex acetosella)
  • Breitwegerich (Plantago major)

Der drollig niedliche Maulwurf

Maulwürfe sind niedliche Hügelgräber, die sich sehr selten ans Tageslicht trauen. Fühlt sich der Maulwurf heimisch geborgen, ist die Tragweite seiner Hügelmachwerke nicht mehr abschätzbar. Gerade in jungen Jahren ist er sehr produktiv und produziert mit jugendlichem Ehrgeiz ganze Hügellandschaften. Hier bedarf es jetzt hartnäckiger Überzeugungsarbeit denn wo immer der Maulwurf sich geruhsam niederlässt er entscheidet sich nur für die beste Rasenqualität.

Demzufolge kommt ein Besuch des Maulwurfs einer Auszeichnung für ihren Rasen gleich. Im Grunde ist es die Entscheidung des Gartenfreundes, die Auszeichnung dankend anzunehmen oder den niedlichen Maulwurf zum Gehen zu bewegen. Der Maulwurf steht unter Naturschutz, insofern darf er nicht gejagt, getötet oder gar verletzt werden. Für seine Vertreibung gibt es tiergerechte schonende Verfahrungsweisen.

Die Anwesenheit des Maulwurfs wird logischerweise oft in Frage gestellt dennoch darf man seine Nützlichkeit nicht außer Acht lassen. Die schelmischen Tiere schenken Ihren Pflanzen so gut wie keine Aufmerksamkeit dafür stehen bekannte Schädlinge im Zentrum Ihres Interesses.

So bewegen Sie Ihren Maulwurf auf schonende Weise zum Gehen:

Maulwürfe mögen keine unvorteilhaften Geräuschkulissen. Sie haben ein sehr empfindsames Gehör. Geräusche, die sich in regelmäßigen Abständen durch Schwingungen auf den Erdboden übertragen vertreiben den Maulwurf auf natürliche Weise.

Ihre ausgeprägten Riechorgane mögen keinen Knoblauchgeruch. Auch psychologisch gesehen hat der Maulwurf ein angreifbares Gemüt. Wer seine Hügelgebilde mutwillig einebnet wird nicht die Dankbarkeit des Maulwurfs ernten. Mit etwas Glück zieht er beleidigt von Dannen.

Die Anlage einer Rasenfläche

Der Erdboden

Für eine optimale Entwicklung ist die Beschaffenheit des Erdbodens sehr wichtig. Bevor Sie mit der Aussaht des Rasens beginnen muss der Boden vorbereitet werden. Oft ist der Erdboden durch Pflanzenunrat, Steine oder schlichtweg Abfall verunreinigt. Für die Durchführung ökonomischer Entsorgungsarbeiten ist eine Auflockerung des Erdbodens mit einem Gartenspaten nötig.

Ebenfalls soll durch die Lockerung des Erdbodens eine verbesserte Wasserdurchlässigkeit erzielt werden. Die Bodenoberfläche wird im gleichen Verhältnis mit einer Gartenwalze vorbereitet so das eine ausgewogene Fläche entsteht. In Abhängigkeit von der Bodenkonsistenz wird der nährreiche Mutterboden aufgetragen. Er besteht aus organisch zersetzter Materie, die der Betriebsamkeit der Kleinstbodelebenwesen obliegt.

Sind die Bodeneigenarten zu problembehaftet kann mit Zugabe von Sand- und Tonanteilen eine verbesserte Wasserdurchlässigkeit sowie Speicherbefähigung erworben werden.

Weiterhin ist der ausgewogene Kalkgehalt ein tiefgreifender Bodenzusatz, der das pulsierende Leben der Bodenorganismen aufrecht erhält.

Die Jahreszeit und Rasenart

Für den Beginn der Aussaat bietet der April gute Voraussetzungen. Vor Anbeginn sollte man sich allerdings über die anzulegende Rasenart im Klaren sein.

Die Aussaat

Beim Verstreuen der Rasensamen kommt es auf die gleichförmige Verteilung an. Ganz besonders an windigen oder stürmischen Tagen kann dieses Verhältnis nicht erreicht werden. Damit das Saatgut sorgfältig eingearbeitet werden kann sind Tage mit milden Wetterverhältnissen besser geeignet.

Die Bewässerung

Nach dem Anbau der Rasenfläche muss diese gewissenhaft mit Flüssigkeit versorgt werden. An besonders heißen Tagen ist die Anschaffung eines zweckmäßigen Rasensprinklers angebracht. Im selben Maße wie bei der Verteilung des Saatguts ist auch bei der Bewässerung auf ein angemessenes Gleichgewicht zu achten. Sorgen Sie für eine ausgewogene Bewässerung aber überfluten Sie ihren Rasen nicht.

Welche Gartengeräte werden benötigt ?

  • Gartenspaten
  • Rechen
  • Gartenwalze
  • Streuwagen
  • Rasensprinkler

Welche Rasenarten gibt es ?

Sportrasen

An den Sportrasen werden hohe Erwartungen gestellt, die mit der Garantie von Mindestanforderungen bei weitem nicht gedeckt sind. Er muss die perfekte Verbindung zwischen Ebenmaß und Widerstandsfähigkeit vereinigen
. Für den Sportrasen eine hohe Herausforderung, die es mit erhöhten Pflegeaufwand zu bewerkstelligen gilt.

Spielrasen

Hier steppt eindeutig der Bär. Auf dem Spielrasen darf herumgetollt werden was das Zeug hält. Spielende Kinder und herumlaufende Hunde ist eine Belastungsprobe, die der Spielrasen ohne Probleme meistert. Im Gegensatz zum empfindlichen Zierrasen ist der Spielrasen baumstark.

Zierrasen

Der fürstliche Zierrasen genießt unter den Rasenarten den prächtigsten Status. Sein üppig dicht bewachsener Wuchs wird nur noch von der leuchtend leidenschaftlichen grünen Farbintensität übertroffen. Der Zierrasen prägt das Charakterbild eines gepflegten Gartens. Bei zu hoher Belastung erhebt der Rasen allerdings Protest.

Schattenrasen

Der Schattenrasen macht seinem Namen alle Ehre. Normalerweise fühlen sich andere Rasenarten nicht unter schattenspendenden Bäumen wohl. Hier zeigt der Schattenrasen seine ganze Aufgeschlossenheit und Originalität. Der Rasen gedeiht selbst unter spartanischer Sonneneinwirkung wenn auch nicht in formvollendeter Weise. Bei erheblicher Beschattung sind vereinzelte Restlücken erkennbar.

Warum muss ich meinen Rasen vertikutieren ?

  • Durch Unkrautwuchs wird das Wachstum des Rasens behindert.
  • Altrasen muss für die Entstehung von Jungrasen beseitigt werden.
  • Zur optimalen Nähr- Sauerstoffversorgung.

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