Gartenwissen

Bodenanalyse – die genauen Werte machen den Erfolg aus!

Um den Garten optimal zum Gemüseanbau nutzen zu können, sollte ein Gärtner über die Bodenbeschaffenheit Bescheid wissen. Ob unter- oder überversorgt, beides wird sich beim Ertrag betreffend negativ auswirken. Nur wer weiß, welche Nährstoffe im Boden vorhanden sind und welche fehlen, kann sinnvoll entgegensteuern. Eine Bodenanalyse wird von Labors, die auf Bodenuntersuchungen spezialisiert sind, durchgeführt. Die anfallenden Kosten für eine Bodenprobe liegen im Bereich des Machbaren (circa 40 €).

Idealerweise wird hierfür an mehreren Stellen und bei Nutzgärten in bis zu 30 cm Tiefe Erde entnommen, miteinander vermischt und und für die Bodenprobe eingereicht. Nachstehende Faktoren spielen bei einer Bodenanalyse eine tragende Rolle:

Bodenart bestimmen

Die Bodenart lässt sich prima per Knetprobe bestimmen. Grob unterteilt spricht man von leichten Sandböden, mittleren Böden (lehmiger Sandboden bzw. sandiger Lehmboden) und von schweren Böden mit hohem Lehm- bzw. Tonanteil.

pH-Wert bestimmen

Die Bestimmung des pH-Wertes gibt den Säuregrad des Bodens preis. Ein Wert unterhalb 4,5 stuft den Boden in sauer bis sehr sauer ein. Liegt der Wert dagegen bei 7,2 und darüber, handelt es sich um einen basischen bzw. alkalischen Boden. Für den Nutzgarten wäre ein Wert von 7,0 ideal, allerdings muss bei der Messung stets auch die Bodenart zugrunde gelegt werden.

So ist bei einem Sandboden ein Wert von 5,5 erwünscht, bei einem mittleren Boden ein Wert von 6 bis 6,5 und bei einem schweren Lehm- oder Tonboden ein Wert von 7,2. Saurer Boden wird mit Hilfe von Kalk neutralisiert. Davon profitieren auch die Regenwürmer, die keine Säure vertragen.

Kompostwurm, Würmer
Ein gesunder Boden beinhaltet viele Regenwürmer

Stickstoff (N) bestimmen

Stickstoff unterstützt die Proteinbildung und das Pflanzenwachstum. Darüber hinaus ist Stickstoff an der Chlorophyllbildung beteiligt. Ein ideales Verhältnis zu Kohlenstoff wäre 10:1 bis 15:1 (Kohlenstoff zu Stickstoff).

Phosphor (P) bestimmen

Als Energieträger ist Phosphor an der Blühfreude einer Pflanze und an der Bildung der Wurzeln und der Früchte beteiligt. Zudem stellt Phosphor einen wichtigen Bestandteil der DNS sowie vieler Enzyme dar. Ein guter Gartenboden sollte mit 11 bis 20 mg Phosphor pro 100 g angereichert sein.

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Kalium (K) bestimmen

Kalium hat unter anderem die Aufgabe, in den Pflanzen Stärke, Zucker und Fett zu bilden und wirkt sich auf den Wasserhaushalt und den Nährstofftransport aus. Zudem macht Kalium die Pflanzen widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge, indem er das Gewebe stärkt.

Auch die Kälte wird von den Gewächsen bei guter Kaliumversorgung besser vertragen. Ein ausgewogener Kaliumanteil schwankt je nach Bodenart: Leichter Boden = 10 bis 15 mg und mittlerer bis schwerer Boden = 15 bis 25 mg, gemessen jeweils bei 100 g Gartenboden.

Magnesium (Mg) bestimmen

Die Assimilation sowie die Blattgrünbildung wird wesentlich vom Magnesium gelenkt. Auch die Stoffwechselvorgänge inklusive Atmung einer Pflanze sind zum großen Teil von einem optimalen Magnesiumanteil im Boden abhängig.

Der Idealwert liegt bei leichten Böden bei 8 bis 10 mg und bei mittleren bis schweren Böden bei 13 bis 25 mg, ausgehend von insgesamt 100 g Gartenerde.

Kalzium (Ka) bestimmen

Fehlt Kalzium, leiden die Wurzeln und das Wachstum der Pflanzen stockt. Außerdem ist Kalzium an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt.

Schwefel (S) bestimmen

Ohne Schwefel können innerhalb der Pflanzen keine oder nur schwerfällig Verbindungen wie zum Beispiel Eiweißverbindungen bzw. Enzyme entstehen.

Spurenelemente bestimmen

Zu ihnen zählen Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Zink (Zn), Bor (B) und Molybdän (Mo). Damit eine Pflanze gut gedeiht, ist ein ausgewogenes Verhältnis aller dieser Stoffe nötig.

Humus

Humus liefert nicht nur wertvolle Nährstoffe, er trägt auch entscheidend zur Wasserhaltefähigkeit, zur Durchlüftung und zur Erwärmbarkeit eines Bodens bei. Von einem stark humosen Boden spricht man, wenn der prozentuale Anteil zwischen 5 und 8 Prozent liegt.

Ein gutes Labor wird zu einer Bodenanalyse auch gleich einen individuell erstellten Düngeplan mitliefern. Auf Wunsch kann auch noch eine Schadstoffanalyse angefordert werden, um Schwermetalle im Boden auszuschließen.

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1 Kommentar

Nina 23. Oktober 2018 at 12:57

Hallo. Ein gute Freundin hat seit einem Monat einen Schrebergarten. Wir wollen auch ein gemeinsames Gemüsebeet anlegen. Gut zu wissen, dass Bodenuntersuchungen helfen können und dass ein basischer Wert besser ist für einen Nutzgarten. Danke für die Info! VG

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