Kräutergarten

Die Kräuterspirale – Aufbau und Kräuterarten

Die Kräuterspirale oder Kräuterschnecke ist ein dreidimensionales Beet in dem Gewürzkräuter angebaut werden. Durch ihren Aufbau ermöglicht sie es, auf kleinstem Raum Standortansprüchen von Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen gerecht zu werden.

Eine Kräuterspirale kann traditionell mit einer Steinumrandung aufgebaut werden, allerdings bietet der Gartenfachhandel inzwischen sogar fertige Bausätze, die zum Beispiel aus Gabionen bestehen können.

Platzbedarf für eine Kräuterschnecke

Für die Kräuterspirale benötigen Sie zwischen 2 und 3 m² Gartenfläche. Sie sollten einen möglichst sonnigen Platz für Ihren zukünftigen Kräutergarten auswählen. Der Durchmesser der Kräuterschnecke beträgt 2,5 bis 3,5 Meter.

Die Kräuterspirale sollte eine Nord-Süd Ausrichtung bekommen, denn nur so können sich die unterschiedlichen Mikroklimen entwickeln.

Aufbau der Kräuterspirale

Die Spirale windet sich um einen Steinhaufen und steigt dabei kontinuierlich an. Der aufgefüllte Boden wird nach oben hin zunehmend mit Sand durchmischt, um ihn durchlässig zu machen.

Die Kräuterspirale wird in vier Klimabereiche unterteilt. Jeder einzelne Klimabereich hat eine besondere Eigenschaft hinsichtlich Oberflächentemperatur, Luftfeuchtigkeit und Bodenbeschaffenheit und eignet sich für spezielle Kräuterarten. Man kann die Kräuterspirale in folgende vier Zonen unterteilen.

Vier Zonen der Kräuterspirale:

  1. Wasserbereich
  2. Feuchtbereich
  3. Normalbereich
  4. Trockenbereich
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Verschiedene Zonen bieten den unterschiedlichsten Kräutern ideale Wachstumsbedingungen.

Von unten gesehen beginnt die Kräuterspirale mit einem kleinen Teich an der Südseite (Wasserbereich). Dieser schafft ein feuchtes Mikroklima und reflektiert zusätzlich Licht und Wärme gegen die Südwand hinter der die Wurzeln der wärmeliebenden Kräuter liegen.

In der Nähe des Teiches ist die Feuchtzone mit einem humusreichen, lehmigen Boden (Feuchtbereich). Es ist dort sonnig und feucht, was Pflanzen wie Minze, Zitronenmelisse oder Schnittlauch gedeihen lässt.

Den mittleren Teil bezeichnet man als Normalzone (Normalbereich). Der Boden hier entspricht typischen mitteleuropäischen Wachstumsbedingungen, indem er ebenfalls noch humos ist, aber durchlässiger als in der Feuchtzone. Hier gibt es auch Bereiche, die im Halbschatten liegen. Pflanzen, die hier gut wachsen sind z.B. Petersilie, Koriander, Estragon, Kümmel, Oregano oder Basilikum (sonnig!).

Den oberen Teil der Spirale bildet eine Trockenzone (Trockenbereich). Der Boden ist durchlässig und mager. Der innere Aufbau der Kräuterspirale gewährleistet eine gute Drainage. Dies sind ideale Bedingungen für zahlreiche Küchenkräuter des Mittelmeerraumes, wie Salbei, Thymian oder Lavendel.

Der Übergang zwischen diesen Zonen ist fließend, so dass ein großes Spektrum von Wachstumsbedingungen abgedeckt wird.

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