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Obst- und Gemüsechips selbst machen – so geht’s!

Obst- und Gemüsechips selbst gemacht

Fettreduzierte Chips

Knabbern Sie auch gerne vor dem Fernseher? Am liebsten Chips oder Flips? Und um das schlechte Gewissen zu beruhigen natürlich fettreduzierte Chips? Dann sollten Sie wissen, dass auch in fettreduzierten Chips immer noch viel zu viel Fett enthalten ist.

Müssen fettreduzierte Chips mindestens 30 Prozent weniger Fett gegenüber der leichten Version enthalten, so bringt eine Light-Variante es immerhin auf etwa ein Drittel weniger Fett im Vergleich zu normalen Chips. Aber dennoch nicht gerade eine berauschende Fettreduzierung, oder?

Ungesunde und gesunde Snacks

Nun fragt man sich natürlich, ob die fettreduzierten Chips wenigstens gesünder sind als normale? Leider nein!

Unerfreulicherweise enthalten fertige Chips, ob fettarm oder gewöhnlich, auch ungesunde Transfettsäuren, welche durch die Härtung pflanzlicher Öle entstehen und Auswirkungen auf die Gesundheit haben, sowie unerwünschtes Acrylamid, ein Stoff, der im Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Eine gesunde Alternative bei der Zubereitung wäre Sonnenblumenöl oder Sesamöl, wie es oftmals bei Bioprodukten der Fall ist. Auch in puncto natürlichem Geschmack lassen Chips zu wünschen übrig, denn bei fast allen kommen Geschmacksverstärker und Aromen zum Einsatz.

Obst- oder Gemüsechips aus der Tüte

Nicht viel weniger kalorienarm sind Obst und Gemüsechips aus der Tüte, die man in Bioläden oder Reformhäusern erhält. Hier enthalten die Obstchips in der Regel viel Zucker oder Honig, sind ebenfalls frittiert und teilweise sogar aromatisiert. Gemüse-Chips aus Karotten, Süßkartoffeln, Rote Bete, Pastinaken oder ähnlich, werden durch das frittieren ebenfalls zu einem fettreichen Genuss. Hier allerdings wird etwas mehr Wert auf Aromen, Konservierungs- oder Farbstoffe gelegt, da die Chips in der Regel frei davon sind.

Chips aus der Mikrowelle

Ganz einfach und relativ fettarm lassen sich zu Hause neben Kartoffel-Chips übrigens auch Gemüse- oder Obst-Chips herstellen. Je nach Geschmack gewürzt und mit einem leckeren Dip – einfach ein Genuss! Die Zubereitung kann wahlweise im Backofen oder in der Mikrowelle erfolgen.

Kartoffelchips aus der Mikrowelle (fettfrei)

Die Zutaten sind immer für 1 Portion berechnet:

  • 2 große Kartoffeln
  • Schaschlikspieße
  • Salz oder Paprika nach Geschmack evtl. auch Chilipulver
  • Zubereitungszeit je nach Mikrowellenleistung und Menge ca. 20-30 Minuten.

KuerbischipsSchaschlikspieße wässern (in Wasser einweichen, um das Festkleben der Kartoffelscheiben zu verhindern.)
Kartoffeln schälen und in feine Scheiben hobeln, abwaschen und kurz in Wasser einlegen, um den Kartoffelscheiben die Stärke zu entziehen. Nach ca. 20 Minuten die Kartoffeln auf Küchenkrepp zum Abtropfen auslegen. Nach Geschmack würzen. Die einzelnen Scheiben mit etwas Zwischenraum auf die Schaschlik-Spieße aufreihen, sodass sie sich nicht berühren.

Die Holzspieße auf den Rand eines Tellers oder Auflaufform legen und je nach Dicke der Scheiben bei 700 Watt leicht knusprig bräunen. (Zeit zwischen 7 und 10 Minuten.)
Anschließend servieren.

Tipp: Extra für die Mikrowelle gibt es auch Geschirr, sogenannte Mikrowellenmaker zu kaufen.

Kartoffel-Chips aus der Mikrowelle (mit etwas Öl)

  • Variante: Die Mikrowellen-Glasplatte mit einer feinen Ölschicht einpinseln oder besprühen. Mit dem Hobel dünn geschnittene Kartoffel- oder Gemüsescheiben darauf legen. Diese ebenfalls leicht mit Öl bepinseln und dann ca. 5 Minuten bei höchster Leistung in die Mikrowelle braten.
  • Variante: Kartoffeln schälen und in dünne Scheiben hobeln, abwaschen und kurz in Wasser einlegen, um die Stärke entweichen zu lassen. Danach die Kartoffeln auf Küchenkrepp zum Abtropfen auslegen. Kartoffelscheiben mit ein paar Tropfen Öl und Gewürzen in einer Schüssel durchmischen und auf Backpapier legen. Auch hier sollten sich die Scheiben nicht berühren.

Für eine größere Menge Kartoffeln, einfach mehrere Schichten Backpapier verwenden und diese mit der Kartoffelschicht übereinander in der Mikrowelle stapeln. 6-10 Minuten bei 600-700 Watt backen. Dabei die Kartoffeln beobachten und gegebenenfalls rausnehmen, falls sie dunkler werden als gewollt.

Gemüsechips im Backofen

Gemüsechips enthalten wenig Kohlenhydrate und sind der ideale Snack für zwischendurch. Für diese Art von Chips eignen sich am besten Zucchini, Möhren, Süßkartoffeln, Petersilienwurzeln, Pastinaken oder frische Rote Beete.

Zubereitung:

  1. Gemüse schälen oder gründlich abschaben. Mit der Küchenmaschine oder dem Gemüsehobel in feine Scheiben schneiden. In eine Schüssel geben und salzen, danach ca. 20 Minuten ziehen lassen, um dem Gemüse die Feuchtigkeit zu entziehen.
  2. Gemüsescheiben kurz wieder mit Wasser abwaschen, damit die Chips nicht zu sehr nach Salz schmecken.
  3. Mit Küchenkrepp abtupfen und mit etwas Olivenöl beträufelt in einer Schüssel vermischen.
  4. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen, möglichst nicht übereinander und mit 180 Grad im Umluftherd bräunen. Während der Backzeit ab und zu Backofentür öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Backzeit, je nach gewünschter Knusprigkeit.
  5. Tipp: Je feiner die Scheiben geschnitten wurden, desto schneller bräunen sie und werden schön knusprig.

Aufbewahrung

Für eine möglichst kurze Lagerung sollten die Chips luftdicht verschlossen, am besten in verschließbaren Gefrier- oder Frühstücksbeutel aufbewahrt werden.

Bildquelle: Gemüsechips @ Kate Capture / Kürbischips @ Istitiana alle von shutterstock.com

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