Die Feuerbohne, Käferbohne, Prunkbohne (Phaseolus coccineus)

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Wenn auch den meisten die Feuerbohne ansonsten als Käferbohne geläufig ist, so kennt man diese ebenso unter verschiedenen anderen Bezeichnungen wie: Prunkbohne, Blumenbohne, Schminkbohne, arabische Bohne und türkische Bohne. In den Gärten wird sie meistens als Zier- aber auch als Gemüsepflanze gezogen.

Herkunft und Standort

Ursprünglich stammt die Feuerbohne aus dem südlichen Amerika und kam Mitte des 16. Jahrhunderts nach Europa. Sie ist eine Nutzpflanze, die wie ihre Verwandte – die essbare Stangenbohne – zur Familie der Hülsenfrüchte gehört.

Die Fruchthülsen sehen aus wie die unserer Garten-Bohnen. Je nach Sorte blüht die Feuerbohne in den Farben rot, gelb oder weiß. Aus diesen Blüten entwickeln sich die gewöhnlichen grünen Hülsenfrüchte, in denen 3 – 5 Bohnen stecken. Bei feuchter und kühler Witterung entwickeln sich die Früchte besser und gleichmäßiger und sollten, vor allem wenn sie in Pflanzgefäßen stehen bei heißer und trockener Witterung gut gegossen werden. Die Feuerbohne ist sehr robust und hat an den Boden keine besonderen Ansprüche, wobei sie an einem sonnigen bis halbschattigen Platz stehen sollten.

Bedeutung und Nutzung

Feuerbohne, Prunkbohne, Bohne, Bohnen, Gartenzeitung.comDie Feuerbohne ist eine einjährige Kletterpflanze die sehr schnell wächst und je nach Sorte 2-4 m hoch wird (daher auch als schnellwüchsige Kletterpflanze und Sichtschutz bestens geeignet).

Die scharlachroten Schmetterlingsblüten, deren Blütezeit von Juni – September ist, stehen in langen Trauben zu 6 – 9 Stück. Bereits ab Mai kann die schnellwachsende und rankende Pflanze kultiviert werden und eignet sich innerhalb kürzester Zeit auch sehr gut als dekorativer und ertragreicher Sichtschutz für Balkon und Terrasse. Jeweils 6 bis 8 Samenkörner werden im Abstand von 3o bis 4o cm in die Erde eingebracht. Bereits Ende Juni ist die Pflanze schon 2 Meter hoch.

→ Vor starken Nachtfrost benötigen die empfindlichen Keimlinge aber noch Schutz, daher sollten sie erst nach den Eisheiligen im ungeschützten Garten angepflanzt werden.

Ausreichend Wasser ist für Feuerbohnen wichtig, bei Trockenheit also häufig gießen. Die Haupterntezeit für grüne Bohnen ist von Juli bis Anfang Oktober. Hauptsächlich wird die Feuerbohne als Gemüse oder Suppe genutzt. Dabei sind die weißen Feuerbohnen den violetten und rotbraunen vorzuziehen, da diese weniger oder keine Alkaloide oder Blausäure enthalten.

Gerade die steirische Käferbohne zeichnet eine beachtliche Menge an wertvollen Inhaltsstoffen aus. Diesen Pflanzenstoffe wird eine cholesterinsenkende, entzündungshemmende und krebsvorbeugende Wirkung nachgesagt. Als naher Verwandter der Hülsenfrüchte wird der Feuerbohne auch ein hoher Ballaststoffgehalt nachgesagt, der eine längere Sättigung bewirkt, die Verdauung fördert, den Cholesterinspiegel senkt und den Blutzuckerspiegel reguliert.

Besonders beeindruckend ist der hohe Eiweißgehalt der Bohne, und nicht nur für Vegetarier macht es diese, in Kombination mit Getreide oder Milchprodukten, zu einem vollwertigen Fleischersatz.

Giftstoffe der Feuerbohne

Feuerbohne, Prunkbohne, Bohne, Bohnen, Gartenzeitung.comSofern man die Früchte möglichst jung erntet, sind diese essbar und können wie andere Gartenbohnen zubereitet und verzehrt werden. Die rohen Bohnen und Samen sind jedoch reich an giftigen Eiweißen, deren Hauptwirkstoff das Phasin ist, ein für den Menschen giftiges Glykosid, welches in unterschiedlich großen Mengen in rohen Hülsenfrüchten vorkommt. Durch Erhitzen allerdings wie z.B. beim Kochen oder blanchieren wird Phasin zerstört. Daher ist sie im gegarten / gekochten Zustand problemlos genießbar – nur roh nicht!

Im Übrigen scheint Die Feuerbohne giftiger zu sein, als die normale Garten-Bohne. Bereits 3 – 10 rohe Samen können nach Verzehr innerhalb 30 – 90 Minuten Vergiftungserscheinungen auslösen. Als Folge davon kann es zu Erbrechen, Krämpfen, bis hin zum Kollaps kommen.

Als Kontaktgift kann es zu Hautentzündungen führen. Aber nicht nur für den Menschen sind die rohen Bohnen giftig, sondern ebenso für Tiere.

Schädlinge und Krankheiten

Gerade junge Bohnenpflanzen zählen zu den Leibspeisen von Schnecken, aber auch die Bohnenfliege befällt die Jungpflanzen und vernichtet Keimblätter und manchmal auch die Triebspitzen.

Eine gefürchtete Pilzerkrankung ist der Bohnenrost, der meistens bei feuchtem Wetter auftritt, zu erkennen an den weißen Pusteln auf der Blattunterseite. Die befallenen Pflanzen sollten, ebenso wie beim Malvenrost, auf jeden Fall vernichtet werden. (Nicht auf den Kompost, sondern Restmüll!) Geschieht das nicht, befällt der Pilz weitere, dicht dabei stehende Pflanzen.

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