Umweltschutz im eigenen Garten

Tiere im Garten begrüßen

Libelle

Der Lebensraum Garten befindet sich nie in einem perfekt natürlichen Gleichgewicht. Am ehesten merkt man es daran, wenn man für mehrere Tagen in den Urlaub fährt, denn bereits in der kurzen Zeit beginnt die Natur, sich in Ihrem Garten neu zu organisieren.Aber man kann einen Garten durchaus zu einem ausgewogenen Lebensraum machen.

Was spricht für einen Naturgarten?

Igel, überwintern, kleiner Igel, FütterungAus Sicht des Umweltschutzes dient ein Naturgarten zur Erhaltung der Artenvielfalt und Biotop-Vernetzung, denn viele Tiere wie z.B. Schmetterlinge und Bienen sind auf spezifische Wildpflanzen angewiesen um existieren zu können.

Auch die Verbesserung des Mikroklimas durch die Anpflanzung verschiedener Wildsträuchern, Kletterpflanzen oder Bäumen ist ein weiterer Grund.

Ebenfalls ein wichtiger Grund ist, eine gewisse Sensibilität im Umgang mit unseren Ressourcen Wasser und Boden zu entwickeln, was auch bedeutet, Naturdünger (z.B. Kompost und Wurmhumus) und biologischer Pflanzenschutz anstatt Gift und Chemie einzusetzen, oder aber Kindern ein Natur-Erlebnis-Garten anzubieten, in dem sie Wildpflanzen und Tiere entdecken und beobachten können.

Verlust von Biodiversität

Die Biodiversität – oder auch die biologische Vielfalt, versteht sich als Voraussetzung für  das Gleichgewicht in der Natur und in der Landwirtschaft.

Biene sammelt Honig auf einer BlumenblüteDurch das ständige Aussterben von Tieren und Pflanzen schrumpft die Artenvielfalt dramatisch. Auf lange Sicht gerät dadurch das gesamte Ökosystem aus dem Gleichgewicht, was auch schwerwiegenden Folgen für den Menschen mit sich bringt.

Der global wachsende Ressourcenverbrauch gilt als Hauptursache für den Verlust der Biodiversität, was einen Mangel an Boden, Zerstückelung von Ökosystemen und die Einbuße der Lebensraumqualität bedeutet.

Im Laufe von Millionen Jahren hat sich die heutige biologische Vielfalt auf der Erde entwickelt. Ergänzt wird sie durch die über mehrere Jahrtausende von Ackerbauern, Viehzüchtern und Gärtnern geschaffene landwirtschaftliche biologische Vielfalt. Leider hat sich auch der Verlust von Arten in den vergangenen Jahrzehnten, aufgrund menschlicher Eingriffe, ebenso dramatisch beschleunigt. Ganze Ökosysteme, oft Lebensräume seltener Tiere und Pflanzen, werden vernichtet, was das natürliche Gleichgewicht zwischen den bisher Ausgestorbenen und dem Entstehen neuer Arten empfindlich stört.

Mehr Lebensraum schaffen

Kompostwurm, WürmerViele lebenswichtige Helfer im Garten, wie etwa Hummeln, brauchen eine vielfältige Flora und kühlenden Schatten. Deshalb sollte jegliche Monokultur vermieden werden.

Bei einer entsprechenden Artenvielfalt im Garten, siedeln sich auch entsprechend viele Insekten und andere Tiere an. Schädlinge dagegen lassen sich nur da nieder, wo nur eine einzige Art wächst. Hier können sie sich ungehindert vermehren und störungsfrei über die Köstlichkeiten herfallen.

Durch das Anlegen unterschiedlicher Pflanzungen im Garten, also das Fördern von Biodiversität, bietet man u.a. auch Kleintieren neuen Lebensraum an.

Vermischen Sie verschiedene Pflanzenarten, bilden Sie die Natur nach, denn dort wächst oft vieles wie Kraut und Rüben zusammen. Lassen Sie verschiedene Arten ineinander übergehen. Durch biologischen Anbau von Salat, Kräutern, Gemüse und Obst und durch Verzicht auf unnötige Gifte & Chemie kann der Naturgarten zum Nutzgarten ergänzt werden.

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Über Ellen Hofmann-Straub 71 Artikel
Mein Ziel ist es, die Leser von gartenzeitung.com zu unterhalten und Informationen sowie die Nähe zur Natur, interessant weiterzugeben.

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