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Rezensionen, Buchbesprechung, Neuerscheinungen

Urlaubskrimi „Hunde, Berge, Himmelreich “ von Hannsdieter Loy /emons Verlag

Kategorie: Belletristik & Unterhaltung/ Krimi & Thriller/ Kriminalromane

Rezensiert von E. Hofmann-Straub

Inhalt:

Bisher waren mir Romane und Krimis des Autors Hannsdieter Loy unbekannt und mit einiger Skepsis las ich Buchtitel und Beschreibung, welche auf Schnüffler auf vier Pfoten, fernsehende Hühner und einen ungewöhnlichen Fall hinwiesen und eine romantische Krimi-Komödie mit Herz und Biss versprach – und wurde nicht enttäuscht. Wirkt der Krimi am Anfang auch etwas skurril und gewöhnungsbedürftig, im weiteren Verlauf entpuppt er sich als spannend, humorvoll und mit viel Herz durchzogen.

Cover des Buches

Klappenbroschur. Taschenbuch, bei dem der Umschlag über Innenklappen verfügt, was bedeutet, im Innern ist der Einband aufklappbar und mit Informationen, wie hier einem Bild von Hund Max und des Autors versehen.

Besonderheiten des Buches

Im liebevoll geschrieben Vorwort des Buches teilt der Autor seine Erinnerungen mit dem Leser. Erinnerungen an seinen verstorbenen Hund Max, ohne den das Buch wahrscheinlich nicht geschrieben worden wäre. Loy erklärt darin, dass dessen Wesen und Naturell bei der Gestaltung des Krimis mit eingeflossen sind und zahlreiche Eigenschaften und Verhaltensweisen von Max an die drei Protagonisten, die Hunde Caruso, Bellheim und Bessy, übergeben wurden.
Ich denke jeder Leser und Hundebesitzer kann die Gefühle nachempfinden und verstehen wieso Max einen durch den ganzen Roman „begleitet“? Mir ging es jedenfalls so!

Handlung und Hauptdarsteller

Irgendwo in den bayerischen Alpen versteckt liegt das Dörfchen Hundham, ein Alpendorf mit Tourist-Info, Blaskapelle und Hochzeitskirche. Grüne Wiesen und dunkle Kiefernwälder umgeben das Dörfchen und es gilt allgemein als todschick in Hundham zu leben.
Als die steinreiche Thea Sommer im angesagten Berghotel Himmelreich die Hochzeit ihrer Tochter Gala plant, gerät das Leben des alleinerziehenden Karl, Besitzer und Wirt vom Berghotel Himmelreich und seines Söhnchen Maximilian, etwas in Aufruhr.
Doch nicht nur die Vorbereitungen der Vermählung bringen den Besitzer, die Mitarbeiter und die Hotelgäste durcheinander. Auch eine mysteriöse Mordserie an Hühnern, Ziegen und Lämmern, erschüttert die Tier- und Menschenwelt im beschaulichen Bilderbuchdörfchen.
Caruso, der Neufundländer des Hotelbesitzers und Bellheim, der ältere Polizeihund, beginnen herumzuschnüffeln und machen sich an die Aufklärung der Verbrechen. Mit dabei auch Bessy, die charmante und attraktive Berner Sennen-Hündin, denn natürlich darf auch die Liebe zwischen Mensch und Tier in dem tierischen Kriminalroman nicht fehlen.
Zum Schluss kommt alles anders als geplant, doch der Fall wird letztendlich gelöst.

Hunde Berge HimmelreichMein Fazit:

„Ja mei! Sche wars!“Kitschig schön! Wie weißblaue Geschichten halt so sind. Hunde, Berge, Himmelreich ist ein heiterer und netter Ferienkrimi, der unter blauem Himmel, inmitten von grünen Wiesen, Dorfidylle und miteinander sprechenden Tieren spielt und… in dem auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Liebe, die selbst einen eingefleischten Junggesellen und Single wie den Hotelgast und Schönheitschirurgen Simon trifft… und was für eine Liebe!
Am Anfang wirkt der Krimi und die wechselnden Betrachtungsweisen die das Geschehen mal aus tierischer, mal aus menschlicher Sicht beleuchten, etwas skurril und gewöhnungsbedürftig. Im weiteren Verlauf jedoch rückt das recht eigenwillige und tierische Ermittlergespann, welches aus dem Neufundländer Caruso und dem pensionierte Polizeihund Bellheim besteht, in den Vordergrund. Auch erzählt Krimiautor Hannsdieter Loy die Geschichte der mysteriösen Mordserie, die Mensch und Tier erschüttert, mit so viel Gefühl plus Herz für Hunde und Menschen, dass man auf die verschiedenen Sichtweisen fast gar nicht mehr achtet. Spannend und humorvoll wird dem Leser während der Jagd auf den Tiermörder klar, dass Hunde nicht nur der beste Freund des Menschen, sondern manchmal auch etwas schlauer sind als ihre Herrchen oder Frauchen.
Letztendlich entpuppt sich der Krimi als tierisches Lesevergnügen für Hundeliebhaber, Alpenfreunde und Krimifans.

Über den Autor: Hannsdieter Loy

Hannsdieter Loy lebt dort, wo seine Romane spielen. Er gilt als wilder Sechziger – sein Lebenslauf reicht vom ehemaligen Amateurboxer und Volleyballtrainer, über Kampfpiloten bis hin zum Kampfgeschwader-Kommandeur, bevor er sich dem Schreiben von Romanen und Krimis widmete.
Wie es scheint, hat der Autor eine altersgemäße Alternative zu seinem spannenden und aufregenden früheren Leben gefunden. Wie er selbst sagt: „Man erfindet eine ganze Welt, in der man bestimmt, was geschieht und auch, was nicht geschieht.“  Autor und Krimi sind mir sehr symphatisch!!

Durchaus ist das Buch auch als Geschenk zu empfehlen!

Leseprobe

Bezugsquelle für das Buch

 

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