Tiere im Haus und Garten Winter

Gartenvögel im Winter

Wie überleben Gartenvögel den Winter?

Der Winter ist nicht nur für Rehe und Hirsche eine harte Zeit für die Nahrungssuche. Auch für unsere, nicht insektenfressenden Vögel in den Gärten und Stadtparks wird es schwer, da die Pflanzen zum größten Teil durch Schnee bedeckt sind.

Dennoch gibt es sie. Denn nicht gerade wenige Vögel sind zu dieser Jahreszeit in unseren Gärten zu finden.
Diese sind sogenannte Jahres- oder Standvögel.
Als Jahresvögel bezeichnet man die Vogelarten, welche das ganze Jahr über bei uns, bzw. in ihrem Brutgebiet bleiben, also keine Reise in den Süden unternehmen. Dazu gehören in Mitteleuropa zum Beispiel die Kohlmeise, die Blaumeise, das Rebhuhn, der Haussperling, die Elster und die Amsel.
Zusätzlich kommen auch andere Arten aus den nördlichen, ungastlich gewordenen Gefilden zu uns, um hier die Wintermonate zu verbringen.

Warum bleiben einige Vogelarten hier?

Diejenigen Vogelarten, welche sich in ihrer Lebensweise eng an den Menschen angeschlossen haben, wie z.B. Spatzen, Amsel oder Tauben, finden in deren Umfeld auch im Winter ausreichend Schutz und Nahrung.

Da unsere Vögel nicht nur Kälte und Schnee zusetzt, sondern vor allem die damit verbundene Nahrungsknappheit, schadet es nicht, wenn im Garten die allseits bekannten  Meisenknödel aufgehängt werden.
Auch mit der Anpflanzung einer sogenannten Vogelschutzhecke (relativ freiwachsende früchtetragende Hecke), im Garten, kann man nichts falsch machen. Diese besteht meist aus einheimischen Gehölzen wie Holunder, Weißdorn oder Traubenkirsche und bietet vielen Vögeln bis in den Winter hinein Schutz und Nahrung.

Futterplatz und Futterspender

Im Winter gehört Trinkwasser nicht an den Futterplatz, damit die Vögel nicht zum Baden verleitet werden und dadurch erfrieren.

  • Als Futterspender (Futtersilos) eignen sich am besten Spender, bei denen die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können. Was auch die Verbreitung von Krankheiten verringert.
  • Das Futter sollte auch bei starkem Wind, Regen oder Schnee nicht nass werden. Deshalb den Futterspender dementsprechend anbringen.
  • Herkömmliche Futterhäuschen regelmäßig mit heißem Wasser reinigen.
  • Sonnenblumenkerne gelten als Basisfutter. Freiland-Futtermischungen werden von unterschiedlichen Arten bevorzugt, denn es enthält zusätzlich Samen unterschiedlicher Größe.
  • Der beste Platz für einen Futterspender ist an einer übersichtlichen Stelle, so dass sich keine Katzen anschleichen können. Dennoch sollte man die Vögel im Auge behalten.
  • Bäume oder Büsche bieten eine gute Deckung vor Jagdvogel-Attacken.

Hätten Sie gewusst?

Das Stillsitzen und Aufplustern der Vögel im Winter lässt sie nicht nur rundlich erscheinen, sondern sie versuchen Energie zu sparen, in dem sie sich so wenig als möglich bewegen. Durch das Aufplustern, wird zwischen den abgespreizten Federn eine Luftschicht gebildet, welche nach dem gleichen Prinzip wie eine Daunenjacke, isolierend wirkt.

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