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Bäume, Sträucher, Hecken

5 Tipps zum Heckenschneiden

Wann und wie eine Hecke geschnitten werden sollte, kommt auf die Art und die Verwendung der jeweiligen Hecke an. So werden Laubgehölze zu einem anderen Zeitpunkt geschnitten als Koniferen.

Ein weiteres Kriterium stellt die Art des Schnittes dar. Handelt es sich um einen kräftigen Rückschnitt oder dient das Schneiden der Hecke lediglich der Formerhaltung?

Tipp 1: Schutz der brütenden Vögel

JungvogelDas Landesnaturschutzgesetz schreibt vor, dass von März bis einschließlich September keine groß angelegten Schnittarbeiten an Hecken durchgeführt werden dürfen. Das gleiche gilt für eine komplette Rodung. Diese Vorgabe dient dem Schutz von brütenden Vögeln.

Dezente Formerhaltungsschnitte sind jedoch erlaubt. Allerdings sollte in diesen Fällen die komplette Hecke akribisch auf eventuell vorhandene Vogelnester durchsucht werden. Ist tatsächlich eines vorhanden, versteht sich die zeitliche Verschiebung des Heckenschneidens als selbstverständlich.

Tipp 2: Laubabwerfende Hecken

Diese Heckenarten werden beim Rückschnitt behandelt wie Laubbäume. Der Schnitt erfolgt somit zeitgleich mit den Obstbäumen im Laufe des Februars, denn dann treibt das Laub noch nicht aus. Frost schadet frisch geschnittenen Laubbäumen, deshalb sollte das Thermometer am Schneidetag Plusgrade anzeigen.

Tipp 3:  Koniferen bzw. immergrüne Nadel- und Laubhecken

Diese Arten vertragen den jährlich stattfindenden Rückschnitt sowohl im Frühjahr als auch im Herbst. Der beste Zeitpunkt ist jedoch im September oder Oktober. An diesem Tag sollte der Himmel bedeckt sein, denn die frischen, offenen Schneidewunden vertragen direkte Sonnenstrahlen nicht. Wichtig beim Schneiden ist, dass die typische Formen der Pflanzen erhalten bleiben.

Tipp 4: Frei wachsende Hecken

Vor allem dort, wo ausreichend Platz vorhanden ist, müssen frei stehende Hecken nicht unbedingt jedes Jahr zurückgeschnitten werden. Im Prinzip reicht ein alle drei Jahre stattfindender Verjüngungsschnitt.

Hecke als Sichschutz
Eine solch prächtige, freiwachsende Hecke muss nur alle paar Jahre zurückgeschnitten werden.

Tipp 5: Lebende Zäune

Bei Hecken, die der Grenzbepflanzung dienen, wird ein einmaliges Schneiden im Jahr nicht ausreichen. Schließlich sollen diese Hecken einen ordentlichen Anblick bieten. Weil es sich dann jeweils um Erhaltungsschnitte handelt, ist das Schneiden auch innerhalb der Vogelbrutzeit erlaubt. Natürlich sollte trotzdem sichergestellt sein, dass sich in den Hecken keine Vogelfamilie eingenistet hat. Geschnitten wird jeweils im zeitigen Frühjahr und im Spätsommer.

Für einen geraden oberen Abschluss sorgt eine vorher gespannte Richtschnur. Zunächst werden jedoch die Seiten eingekürzt, wobei die Hecke unten etwas breiter bleibt als oben. Wird das nicht beachtet, kann die Verkahlung der unteren Bereiche die Folge sein. Mit dem Abschrägen der Kanten am Schluss wirkt die Hecke nicht so kantig.

Der Einsatz einer motorisierten Heckenschere vereinfacht das Heckenschneiden erheblich, was nicht heißt, dass mechanische Werkzeuge überflüssig werden. Sie eignen sich für Nacharbeiten, um den Grobschnitt zu verfeinern.

Foto Jungvogel: Zoran Karapancev / shutterstock.com

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