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Gartenwissen

Das Einmaleins des Düngens

Pflanzen in Töpfen und Kästen sind aufgrund ihres eher bescheidenen Substratangebotes auf zusätzliche Düngung angewiesen, besonders wenn es sich um Sommerblüher handelt, die monatelang Blüten austreiben sollen.

Auch wenn sie beim Pflanzen mit einem Langzeitdünger versorgt wurden, reicht dieser keinesfalls bis zum Herbst aus.

Grundversorgung mit Langzeitdünger

Kommt beim Einsetzen der Balkonblumen gekaufte Blumenerde zum Einsatz, ist diese normalerweise bereits mit allen notwendigen Nährstoffen angereichert. In Gartenerde eingearbeiteter Kompost erfüllt den gleichen Zweck. Hornspäne zählen ebenfalls zu den Düngern, die ihre wertvollen Inhaltsstoffe nach und nach an ihre Umgebung freigeben.

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Düngen: wer die Wahl hat, hat die Qual! Welcher Dünger ist richtig, nachhaltig und für die Gartenpflanzen geeignet?

Eine weitere Möglichkeit sind Düngekügelchen. Ihre Wirkstoffe sind von Harz oder anderen, sich auflösenden Substanzen umhüllt, und dringen gleichfalls erst m Laufe der Zeit aus ihrer Schale aus. So versorgt, erhalten die frisch gesetzten Pflanzen die nächsten 4 bis 6 Wochen automatisch alle wichtigen Nährstoffe, die sie zum Anwachsen brauchen. Erst nach dieser Zeitspanne wird weitere Düngung benötigt.

Flüssigdünger

In flüssiger Form lässt sich Dünger am einfachsten dosieren. Die Hersteller geben in ihren Beschreibungen an, wie viel Dünger in eine bestimmte Menge Wasser eingeschüttet werden soll.

Wichtig ist dabei, dass das Substrat in der Pflanze bereits feucht ist und dass das Wasser-Dünger-Gemisch nicht auf die Blätter, sondern direkt in den Bodenbereich ausgebracht wird.

Feste Dünger

Als Pulver oder als Granulat sind weitere Düngerformen üblich. Sie sind zum Ausstreuen auf das Substrat gedacht. Damit sie ihre Inhaltsstoffe abgeben können, sollten sie mit einer Gabel oder mit einem Handkultivator ins Erdreich eingearbeitet werden, ohne dabei die Pflanzenwurzeln zu verletzen.

Mineralische Dünger

Kunstdünger, zu denen auch das „Blaukorn“ zählt, besitzen keine organischen Substanzen. Es handelt sich um Salze, die ihre Nährstoffe sehr schnell an die Pflanzen abgeben. Auch sie werden in die Erde eingearbeitet, so dass sie sich beim anschließenden Gießen auflösen.

Mit mineralischer Düngung besteht sehr leicht die Gefahr der Überdüngung. Deshalb sollte diese Düngerart nur sparsam zum Einsatz kommen. Bei einem Hobbygärtner, der sich nach biologischen Gesichtspunkten orientiert, stoßt Kunstdünger in der Regel auf wenig Gegenliebe.

Kompost

Gut ausgereifter Kompost auf den Gartenboden ausgebracht, düngt nachhaltig, lange und ohne biologische Nebenwirkungen. Natürlich muss berücksichtigt werden, welche Pflanzen darauf wachsen sollen. Starkzehrer wie Kürbis, Tomaten und Co genießen eine satte Düngergabe, während Schwachzehrer – dem Namen entsprechend – auf geringere Düngergaben ansprechen und dort auch entsprechend besser wachsen.

Wurmkompost

Ein nachhaltiges Krönchen bekommt der Wurmkompost, denn richtig auf- und zubereitet, reichen wenige Schaufeln je Quadratmeter der wertvollen Erde, um den Gartenboden mindestens für 1 bis 2 Jahre aufzubessern. Er gibt souverän Nährstoffe ab, zusätzlich bereichern Mikroorganismen den Boden und Würmer und Co lockern dieses perfekte Erdreich gerne auf, um ein ideales Areal für Pflanzen zu schaffen. Langfristig gibt dieser Boden Nährstoffe ab, die die Pflanzen ideal verstoffwechseln können und dadurch gesund und kräftig wachsen, blühen und Früchte tragen.

Fazit: „Wie dünge ich richtig?“:

Wer Pflanzen „auf die Schnelle“ düngen möchte, kann auf die entsprechenden Spezialdünger zurückgreifen – man sollte jedoch auf die genau auf die angegebenen Düngermengen achten, um eine Überdüngung des Gartenbodens zu vermeiden.

Wer nachhaltig & ökologisch gärtnern möchte und zusätzlich etwas für die Umwelt tun möchte, greift auf Kompost zurück oder legt sich einen Wurmkomposter an – dieser liefert eine perfekte Erde für eine langzeitige Düngung im Garten, mit schnell verfügbaren Nährstoffen für die Pflanzwurzeln, ohne eine Gefahr der Überdüngung.

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