Krankheiten und Ungeziefer

Drahtwürmer biologisch bekämpfen

Die Larven des sogenannten „Schnellkäfers“ sind Drahtwürmer. Genau genommen wird die Brut des Schnellkäfers fälschlicherweise als „Wurm“ bezeichnet, da es sich viel mehr um Larven des Käfers handelt.

Drahtwürmer ernähren sich unterirdisch von Wurzeln und Sämlingen. Vorzugsweise fressen die Würmer an Kartoffeln, Blumenzwiebeln, Rüben, Wurzelgemüse, Spargel, Tomaten, Salat, Mais und Puffbohnen. War der Drahtwurm am Werk, kann man dies meist an den runden Bohrlöchern und den angeknabberten oder abgefressenen Wurzeln erkennen. Dadurch lassen sich die Pflanzen, die der Drahtwurm beschädigt hat, mühelos aus dem Erdreich ziehen.

Der Drahtwurmbefall kann während der ganzen Gartensaison auftreten und richtet durch seinen Befall auch häufig Folgeschäden an, da die erkrankten Pflanzen anschließend häufig von Pilzinfektionen und Bakterien befallen werden können.

Wie kann man den Drahtwurm / die Drahtwürmer biologisch bekämpfen?

  • Regelmäßig umgraben: gräbt man die Gartenerde regelmäßig um, werden die Larven / Drahtwürmer freigelegt und Nützlinge vernichten die Schädlinge meist schnell.
  • Weizen pflanzen: Falls Sie eine neu kultivierte Gartenfläche nutzen möchten, kann es ratsam sein, in den ersten 1 bis 2 Jahren Weizen zwischen die Gemüsepflanzen zu setzen. Der Drahtwurm bevorzugt den Weizen und kann so mühelos großzügig mit dem Weizen ausgegraben und vernichtet werden.
  • Fallen gegen Drahtwürmer: halbieren Sie Kartoffeln oder Möhren, stecken einen Schaschlikspieß zur Markierung hinein und vergraben diesen Köder zwischen Ihren Gemüsepflanzen. Nach kurzer Zeit haben die Drahtwürmer die Köder befallen – dann können diese ausgegraben und vernichtet werden.
  • Boden evtl. kalken: Drahtwürmer verschmähen kalkreichen Boden. Deshalb kann es bei sauren Böden sinnvoll sein, den Boden zu lockern und zur Bekämpfung der Drahtwürmer zu kalken.
  • Natürliche Feinde ansiedeln: Der Drahtwurm hat eine ganze Reihe natürlicher Feinde, dazu gehören: Eidechsen, Brackwespen, Hühner, Maulwurf, Vögel, Spitzmaus, Igel, Kröten, Laufkäfer u.a. . Für eine natürliche Bekämpfung von Drahtwürmern empfiehlt es sich einen naturnahen Garten anzulegen und natürliche Feinde des Käfers / der Larven anzusiedeln.
  • Bei einer großen Verbreitung des Drahtwurms kann man Gräben ziehen, die man mit Pferdemist füllt. Im Frühjahr den Mist mitsamt den angelockten Drahtwürmern ausheben und anschließend vernichten.
  • Salat als Köderpflanze setzen: Da der Drahtwurm Salatpflanzen bevorzugt, kann es Sinn machen, diesen zwischen die Gemüsepflanzen zu setzen. Ist der Salat von den Drahtwürmern befallen und fängt das Welken an, sollte man ihn (mitsamt der Larven) und das umgebende Erdreich großzügig ausgraben und vernichten.
  • Tagetes und Ringelblumen pflanzen: da die Wirkung von Ringelblume und Tagetes giftig für den Drahtwurm ist, kann man diese Pflanzen zusätzlich in das Gartenbeet setzen. Der Drahtwurm frisst an den genannten Blumen und geht anschließend ein.
  • Beete sollten keinesfalls gemulcht werden.

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