Gartenwissen

Topfrosen, Minirosen im Garten auspflanzen – geht das?

Muttertag, Valentinstag, Geburtstag – wer etwas länger währendes als einen Blumenstrauß für den Beschenkten sucht, wird oft  bei den wunderschönen, reichblühenden Topfröschen fündig.

Sie sind wirklich hübsch anzusehen in all ihrer Farbvielfalt und bringen selbst in der kalten Jahreszeit einen bunten Vorgeschmack des Sommers in die Wohnung. Günstig sind sie ebenso, denn mehr als zwei bis sechs Euro kosten die getopften Rosen in ihrer Blütenpracht kaum.

Dazu häufig noch ein hübscher Dekor für das Topfpflänzchen – wirklich verlockend für jeden Blumenfreund.

Der Blumenfachhandel kann sich Dank des milden Winters in 2014 kaum einen besseren Absatz der Minirosen wünschen – der Trend geht weiterhin steil nach oben ( http://www.gawina.de/floraholland-milde-temperaturen-beguenstigten-umsatz/ )

Topfrose

Zimmerpflanze, Gartenpflanze, Bioabfall – was kommt nach der Blüte?

Topfrosen auspflanzenWer richtig pflegt, kann im Wohnbereich durchaus längere Zeit Freude an den Topfrosen haben. Regelmäßige Wassergaben müssen sein, wobei Staunässe oder Trockenheit zum Vertrocknen der Rosentriebe führen können und daher vermieden werden sollten.

Ebenso ist es sinnvoll, die Topfrosen in einen größeren Behälter mit Abzugsloch umzutopfen, denn in den kleinen Töpfen besteht ein viel zu kleines Platzangebot für die Wurzeln, die gerne in die Tiefe wachsen möchten. Neben Platzbedarf ist auch die Luftfeuchtigkeit entscheidend, daher die Topfrosen regelmäßig mit einem Wassersprüher absprühen – sie werden es danken.

Leider sind Topfrosen nicht selten anfällig für Krankheiten
Leider sind Topfrosen nicht selten anfällig für Krankheiten (hier z.B. Rosenrost)

Leider sind die Topfrosen dennoch nicht dauerhaft für den Wohnbereich geeignet und es handelt sich auch in den wenigsten Fällen um eine dauerhafte Zimmerpflanzen.

Der Grund ist einfach: Die Minirosen wurden im Schnellverfahren von großen Gärtnereien im In- und Ausland als Steckling vermehrt und für die zahlreichen Blüten im Topf sorgen meist vier oder mehr Stecklinge, die nicht solide eingewurzelt sind.

Es handelt sich hierbei um ein reines „Wegwerfprodukt“, welches vielfach gerne verschenkt wird und meist nach wenigen Wochen im Bioabfall landet!

Eine Minirose zum Dumpingpreis, die nicht auf Resistenzen oder Winterhärte selektiert worden ist – ganz anders bei den Zuchtrosen für den Gartenbereich.

Die gute Nachricht: so manche Topfrose bewährt sich überraschender Weise dennoch im Garten und erfreut den Gartenbesitzer mit tollen Blüten Jahr für Jahr.

Eine Rose bleibt eine Rose und gehört ins Freiland!

Topfrosen kaufenGarantien gibt es, wie bereits erwähnt nicht, aber wer seine Topf-, bzw. Minirose nicht gleich dem Kompost zuführen möchte, sollte unbedingt sein Glück im Gartenbeet probieren. Zahlreiche Berichte schildern, dass sich einstige Topfrosen zu prächtigen und blühenden Freilandrosen entwickelt haben, die zum Teil sogar Größen von 50 bis 80 cm erreichen.

Dies ist nicht verwunderlich, denn für den kleinen Wuchs der Röschen werden in den Gärtnereien nicht selten Stauchungsmittel / Wachstumshemmer eingesetzt, so dass die Minirosen ihren kompakten Wuchs im Topf beibehalten – „Mini ist die Devise“!

Ist der Wachstumshemmer nach geraumer Zeit wirkungslos, kann die einstige Minirose so manches mal überraschend groß werden und sich zu einer schicken Freilandrose entwachsen. Hier sind allerhand Überraschungen möglich!

Wie pflanze ich meine Topfrose aus?

Minirosen StecklingeGanz einfach: Rosen lieben es generell sonnig und der Boden sollte durchlässig sein. Daher eignen sich sonnige Standorte wunderbar und wer ein wenig verrotteten Pferdemist, alternativ garen Kompost oder Wurmhumus in das Pflanzloch hinzugibt, bietet schon einmal eine ordentliche Starthilfe für die kleinen Rosen, die erst noch das Erdreich durchwurzeln müssen.

Wichtig: Häufig sind 4 bis 5 Stecklinge in einem Töpfchen zusammen gepflanzt. Für den besseren Wuchs sollten die Rosenstecklinge vorsichtig getrennt werden (siehe Foto!) und einzeln gepflanzt werden.

Rosen, Topfrosen benötigen unbedingt Winterschutz.
Rosen, Topfrosen benötigen unbedingt Winterschutz.

Auch die regelmäßigen Wassergaben sollten gewährleistet sein, denn Rosen benötigen ausreichend Wassergaben, ohne darin ertrinken zu müssen. Das Frühjahr oder der Sommer ist für das Auspflanzen der Topfrosen optimal, während Herbst und Winter ausscheiden, da die empfindlichen Rosenstecklinge nicht mehr anwurzeln können.

Nach einigen Wochen können Düngergaben in Maßen folgen. Hier lieber vorsichtig agieren, um die empfindlichen Röschen, die ohnehin mit Kompost versorgt sind, nicht zu überfordern.

Was kann man von ausgepflanzten Topfrosen erwarten?

Im Grunde ist es ein Glücksspiel, aber die Investition ist ohnehin nicht hoch, denn im Bioabfall wären die Minirosen ohnehin „dahin“ gewesen! Immerhin hat jeder Gartenbesitzer eine realistische Chance, eine tolle, neue Gartenrose begrüßen zu dürfen. Ob sie schließlich klein, groß oder letztendlich doch völlig andersfarbig blüht, ist eine kleine Überraschung, die schon so manche Gartenfreunde verblüfft hat!

Fotoquelle: Einkauf Topfrose, Topfrose im Blumentopf / shutterstock.com

Weiterführende Links: http://www.mein-schoener-garten.de/jforum/posts/list/1644200.page

Topfrosen mit stattlicher Größe
Topfrosen mit stattlicher Größe

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