Gartenwissen

Vier Gestaltungstipps für den kleinen Garten

Klein, aber oho!

In größeren Städten gehören zu vielen Immobilien – wenn überhaupt – nur kleine Gärten. Wer nun aber denkt, in seinem Garten sprichwörtlich keinen Platz für Kreativität zu haben, der irrt. Mit unseren Tipps lassen sich auch auf wenigen Quadratmetern wahre Oasen des Rückzugs zaubern.

Vorab sollte man sich aber einige Gedanken machen. Schließlich muss der geringe Platz im Garten optimal ausgenutzt werden. An folgenden Fragen zur Nutzung und Gestaltung können sich Hobbygärtner orientieren.

  • Soll der Garten ein Gemüse- oder Kräuterbeet haben? Ist vielleicht ein Hochbeet sinnvoll?
  • Soll die bereits bestehende Bepflanzung (Bäume, Sträucher, Hecken, etc.) im Garten bleiben oder entfernt werden?
  • Welche Pflanzen gefallen und passen zueinander?
  • Wie arbeits- und zeitintensiv darf die Pflege des Gartens sein?

Sind diese Fragen geklärt, können Hobbygärtner einen Gartenplan erstellen – eine Skizze, die aufzeigt, wie der Garten am Ende aussehen soll. Im Internet gibt es zahlreiche Programme, um einen Gartenplan auch direkt online zu erstellen.

Gartengestaltung – vier Tipps für den kleinen Garten

Die folgenden bewährten Tipps lassen jeden kleinen Garten größer wirken und nutzen die Fläche perfekt aus.

Flächen des Grundstücks ausnutzen und Form geben

Gartenbesitzer sollten ihrem Garten zuerst einmal eine Form geben und die Flächen sinnvoll aufteilen. Eine klare und einfache Gliederung des zur Verfügung stehenden Grundstücks ist gerade in einem kleinen Garten wichtig. So kann etwa die Terrasse als zentraler Aufenthaltsort zum Sitzen oder Liegen dienen. Je nach Platz kann zudem ein Bereich für Kräuter- und Gemüsebeete oder ein Spielbereich für Kinder entstehen.

Eine klare, aber nicht zu abrupte Trennung der Bereiche gelingt zum Beispiel mit kleinen Hecken oder Zäunen. Auch vereinzelte Sträucher sind gut geeignet; sie bringen zudem Abwechslung in den Garten.

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Geflochtene Weidenzäune als naturnaher Sicht- und Blickschutz

 

Gartenweg gestalten

Ein Gartenweg sollte in kleinen Gärten nur dann angelegt werden, wenn er tatsächlich benötigt wird. Damit er nicht zu aufdringlich wirkt, sollte der Weg nicht durchgängig verlegt werden. Hier bietet sich der Einsatz von Trittsteinen an.

Ein geschwungener Trittpfad lässt einen langen und schmalen Garten optisch größer erscheinen. In breiten Gärten hingegen kann eine sogenannte Blickachse Tiefe schaffen: Ein Weg, der zu einem Ziel führt, zum Beispiel zu einer Sitzecke oder zu einem Brunnen, verlängert den Garten optisch.

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Natursteine aus der Region können – richtig verlegt – auch ein optischer Blickfang im Garten sein.

Sichtschutz im kleinen Garten

Die Abgrenzung zur Straße oder zum Nachbarn sollte gerade in kleinen Gärten nicht zu viel Platz einnehmen. Daher eignen sich hohe Hecken und Zäune eher nicht als Sichtschutz. Viel besser sind leichte Materialien wie unbehandelte Holzzäune oder halbhohe Ranken, die begrünt werden können. Das gewählte Material sollte zur Umgebung passen. Auch Plexiglasscheiben können schöne Akzente setzen.

Manchmal ist es auch möglich, angrenzende Grundstücke in die Gestaltung des eigenen Gartens einzubeziehen. Ein bewusst freier Blick auf besonders schöne Bäume oder Sträucher des Nachbarn schafft eine interessante Perspektive und lässt den eigenen Garten größer wirken.

Einige Ideen zur Grundstücksbegrenzung liefern wir Ihnen in unserem Artikel „Welche Arten der Grundstücksbegrenzung gibt es?“.

Höhenunterschiede nutzen

Ein toller Tipp, um dem Garten mehr „Profil“ zu verleihen: Höhenunterschiede einbauen! So wirkt der Garten nicht mehr so platt und eindimensional. Ein beliebtes Element ist das Hochbeet, das zum Beispiel als Kräuterbeet genutzt werden kann. Auch halbhohe Mauern, Büsche oder Sträucher machen den Garten interessanter und abwechslungsreicher.

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Eine Steinmauer kann auch eine natürliche Abgrenzung verschiedener Gartenbereiche sein.

Bepflanzung von kleinen Gärten

In einem kleinen Garten haben nicht unendlich viele Pflanzen Platz. Gerade deshalb sollten sich Hobbygärtner an einige Grundsätze halten:

  • Pflanzen auswählen, die mehrere Zwecke erfüllen. Die Felsenbirne zum Beispiel blüht in schönen Farben und trägt im Herbst dekorative Früchte.
  • Eher kleinwüchsige Bäume und Büsche auswählen, die nicht so viel Schatten werfen.
  • Nicht zu dicht bepflanzen – das wirkt oft gedrungen und übertrieben.

Weitere sehr hilfreiche Tipps zum Bepflanzen und Beispiele für die Gestaltung eines kleinen Gartens finden Sie in diesem Ratgeber.

Zur Bepflanzung zählt im weitesten Sinne auch die Rasenfläche. Rechteckige Rasenflächen wirken meist etwas langweilig, ovale und kreisförmige Rasenflächen lockern dagegen den kleinen Garten auf und erzeugen Spannung.

Fazit

Weniger ist oft mehr – wer unsere Tipps beherzigt und etwas Zeit, Geld und Herzblut investiert, wird aus einem kleinen Garten ein gemütliches und gern besuchtes Refugium machen.

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