Gartenideen

Steingarten anlegen – So gelingt das Projekt

Der Steingarten zählt nach wie vor zu den besonders beliebten Gartentrends. Während viele daran interessiert sind, die Optik im eigenen Grundstück zu übernehmen, gibt es viele Unklarheiten bezüglich der Frage, wie dieses Projekt am besten umgesetzt werden kann. Hier in diesem Artikel wollen wir deshalb einen genauen Blick auf die wichtigsten Aspekte werfen.

Den Standort vorbereiten

In einem ersten Schritt ist es wichtig, den späteren Standort des Steingartens in geeigneter Art und Weise vorzubereiten. Zu diesem Zweck wird der Boden zunächst mit einer Drainageschicht bedeckt, die in etwa 20 Zentimeter dick sein sollet. Dafür eignet sich zum Beispiel grober Bauschutt. Wer Zugang zu entsprechendem Material hat, kann sich auf diese Weise auch den teuren Einkauf in einem Baumarkt sparen.

Diese Schicht sorgt für eine kleine Erhebung, die später wichtig für den Abzug des Wassers sein wird. Ein Unkrautvlies kann anschließend auf dieser Schicht angebracht werden, sodass das Durchsickern der Erde nach unten verhindert wird. Für die Positionierung des Steingartens auf dem Grundstück eignet sich ein leicht abschüssiges Gelände am besten. Dies liegt daran, dass Wasser noch besser ablaufen kann. Staunässe, die zur Gefahr für das Gedeihen der Pflanzen werden könnte, kommt auf diese Weise gar nicht erst auf.

Darüber hinaus profitiert ein Steingarten vor allem von unterschiedlichen Terrassen, die angelegt werden können. Wer unterschiedliche Ebenen aus Geröll baut, der kann diese im Anschluss mit Erde auffüllen.

Die Lücken zwischen den großen Steinen können mit kleineren Steinen oder gar Schotter aufgefüllt werden, sodass ein gleichmäßiger und stabiler Aufbau entsteht. Die Ränder lassen sich mit einer geeigneten Beeteinfassung sauber gestalten. Solche Produkte sind mit wenig Aufwand auch im Internet zu finden, wie zum Beispiel auf www.auspreiser.de.

Die richtigen Pflanzen wählen

Im nächsten Schritt kommt es darauf an, die passende Bepflanzung für den Steingarten zu wählen. Rund um die Auswahl rankt sich so mancher Mythos, weshalb es nicht leicht zu sein scheint, eine konsequente Auswahl zu treffen. Es sind vor allem die krautigen Pflanzen, die sich sehr gut für den Steingarten eignen. Dies hat damit zu tun, dass sich mit ihrer Hilfe eine alpine Optik erzielen lässt. Die Alpen-Aster, Die Alpen-Gänsekresse oder auch der Enzian sind mögliche Pflanzen, die sich bestens für das Anlegen des Steingartens eignen.

Andere möchten noch mehr Vielfalt in den Garten bringen und setzen zum Beispiel auf die Kugelprimel, die Hauswurz oder den Mauerpfeffer. Darüber hinaus können zum Beispiel die folgenden Pflanzen mit aufgenommen werden:

Letztlich handelt es sich auch um eine Frage des persönlichen Geschmacks, welche Pflanzen ihren Platz im Steingarten erhalten. Zusätzlich bietet sich die Chance, Zwerggehölze mit aufzunehmen. Dafür eignen sich zum Beispiel der blaue Zwergwacholder oder aber auch die Zwerg-Balsamtanne. In jedem gut sortierten Gartenmarkt sollten diese Optionen zu finden sein.

Das Auslegen der Pflanzen

Sind die Pflanzen erst einmal gekauft, so geht es an die Aufgabe, sie im Steingarten korrekt auszulegen. In einem ersten Schritt ist hierfür das Vlies auf den zuvor angelegten Terrassen zu verlegen. Auf dieser Fläche können nun die einzelnen Töpfe der Pflanzen verteilt werden. Das Vlies ist wichtig, damit nicht von unten die Ausläufer des Unkrauts bis zur Pflanzendecke vordringen können.

Ein Steingarten bietet zum einen die Möglichkeit, sich für einen recht wilden Bewuchs zu entscheiden. Andere setzen lieber auf ein geordnetes Gesamtbild, das harmonisch auf den Betrachter wirkt. Zu diesem Zweck sollte darauf geachtet werden, dass die gewählten Pflanzen bezüglich ihrer Farbe gut harmonieren. Hinzu kommt die Anforderung, dass sie in etwa die gleiche Größe aufweisen. Ist die Anordnung klar, können die benötigten Löcher mit einer kleinen Schaufel gegraben werden.

Das Wurzelvlies muss für diese Aufgabe leicht eingeschnitten werden. Das Loch sollte jedoch nur so groß sein, dass gerade die Ballen der Wurzeln dort hindurchmüssen. Wer stets den Überblick darüber behalten möchte, welche Pflanzen nun im Steingarten zu finden sind, der kann jetzt ein kleines Schild anbringen, welches als künftige Bezeichnung dient. Sind alle Pflanzen an Ort und Stelle eingesetzt, sollte das gesamte Beet ein erstes Mal großzügig gewässert werden.

Den Steingarten auffüllen

Natürlich tragen die gewählten Steine einen wesentlichen Teil zum optischen Gesamtbild des Gartens bei. Gerade aus dem Grund ist es ratsam, sich bei der Auswahl des Materials einige Gedanken zu machen. Im letzten Schritt ist nun Zeit, um den Raum zwischen den Pflanzen mit den Kieseln aufzufüllen. Dabei ist darauf zu achten, dass auch die Wurzelkrone einer jeden Pflanze komplett bedeckt ist.

Viele Experten raten zu einer Mischung aus Sandstein, Schiefer oder Granit, die in Form von Kies verbaut werden kann. Wer ein etwas raues Gesamtbild erzielen möchte, der kann sich hingegen auch für Schotter entscheiden. Ist dieser Schritt erst einmal geschafft und der Steingarten erfolgreich angelegt, so ist nur noch wenig Aufwand für die Pflege notwendig. Dies liegt daran, dass die Kiesel von sich aus dafür sorgen, dass sich das Unkraut von den Pflanzen fernhält.

Was ist notwendig?

Wer nun selbst einen Steingarten anlegen möchte, kann nicht auf ein paar wichtige Utensilien verzichten. So muss zunächst für etwas Bauschutt, Kiesel und Natursteine gesorgt sein. Auch das Verwenden eines Vlies ist für das Gelingen von Bedeutung. Hinzu kommt die Anschaffung der verschiedenen Pflanzen, die vor Ort ihre neue Heimat finden sollen.

Im Hinblick auf das Werkzeug lässt sich ein solches Projekt mit recht wenig Material gestalten. Ein Paar Handschuhe ist zu empfehlen, daneben sind Schaufel und Spaten von Vorteil, um die grobe Arbeit zu verrichten.

Der Trog als Alternative

Doch was wenn im eigenen Garten nicht genügend Platz vorhanden zu sein scheint, um den Steingarten in die Tat umzusetzen? In diesem Fall kann zum Beispiel ein trog dazu dienen, das Projekt im kleinen Format zu realisieren. Dort ist genügend Raum verfügbar, um eine kleine Variante des Gartens zu errichten. Zugleich bietet sich dort die Chance, die eine oder andere Pflanze zu kultivieren, die in einem normalen Beet keine Zukunft hätte. Auch als dekoratives Element kann sich ein solcher Trog in jedem Falle sehen lassen. Ein Grund mehr, nicht länger zu zögern.

Titelbild: pixel2013/pixabay.com

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