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111 tödliche Pflanzen, die man kennen muss

Kategorie: Ratgeber

Rezensiert von E. H. Straub

111 tödliche Pflanzen, die man kennen muss

Wie kann man durch frisch gewaschene Wäsche unliebsame Ehemänner ins Jenseits befördern?

Eine Frage, die einer Herausforderung gleicht! Die Herausforderung, das Buch der Autorin Klaudia Blasl zu lesen, um zu erfahren, wie es nun funktioniert mit der Wäsche. Nicht etwa, weil ich es ausprobieren wollte – Gott bewahre! Einfach der Neugier halber.

Diese und andere Fragen stehen als Einleitung auf der Rückseite des Buches: 111 tödliche Pflanzen, die man kennen muss.
Ich habe das Buch von einer Freundin geschenkt bekommen, die weiß, dass ich für meine Krimis ab und an Anregung brauche, was die Todesarten betrifft.

Gespannt blättere ich mich durch das Buch. Das Vorwort bestätigt mir, dass im Mittelalter viel mehr Menschen durch Gifte gestorben sind als heutzutage. Das darauffolgende Inhaltsverzeichnis verursacht ein wenig Gänsehaut. Beim Weiterblättern fällt die alphabetische Reihenfolge der Pflanzen, Bäume und Früchte auf. Was sich später beim Nachschlagen und Suchen, als gutdurchdachte Struktur erweist.

Die Erklärungen sind sachlich und detailliert, wobei der humoristische Erzählstil überspielt, wie gefährlich die Pflanzen wirklich sein können. Entweder bei der falschen Nutzung, beim Genuss oder einfach nur bei der Berührung.

Jede Pflanze wird auf einer Seite detailliert erklärt und auf der gegenüberliegenden ein Foto der Pflanze mit einer Info über die Vergiftungserscheinungen beschrieben. Man erfährt einiges über die Anwendung, zum Teil sogar historische Hintergründe und andere kurzweilige Geschichten.

Wer weiß denn schon, dass der gesunde Apfel ein Handicap hat? Beispielsweise, wenn man eine Tasse geschroteter Apfelkerne isst und dabei stirbt. Hier war der Fehler, die Apfelkerne zu zerbeißen. Denn diese enthalten Amygdalin, das im Körper zur gefährlichen Blausäure umgewandelt wird.
Hätten Sie es gewusst?
Aber auch die Kerne von Pfirsich und Aprikosen sind giftig, ebenso wie die Samen der Aprikose, wie ich erfahre. Es ist also ein Irrtum zu glauben die Kerne könnten als Krebsheilmittel taugen.
Gut zu wissen!

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Interessant für mich persönlich als Romanschreiberin waren besonders der Holunder und die Mistel.
Der Holunder deshalb, da er bei den Kelten und Germanen als heiliger Baum verehrt wurde. Nichtsdestotrotz ist der schwarze Holunder giftig.
Und die Mistel? Wer kennt nicht die magischen Kräfte der Mistelzweige in Sachen zwischenmenschlicher Beziehung? Der Brauch des Küssens unter dem Mistelzweig?
Dennoch sind Teile der Pflanze giftig, wie in dem Buch der Autorin Klaudia Blasl nachzulesen ist.

Ich fand das Buch auf jeden Fall spannend, informativ und unterhaltsam. Ein Buch, welches man schwer wieder aus der Hand legen kann – und in dem immer wieder nachgeschlagen wird. Man erinnere sich an die Frage am Anfang. Wo heutzutage Scheidungen doch so teuer sind! 🙂

Bezugsquelle für das Buch

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emons Verlag

Autorin: Klaudia Blasl
Titel: 111 tödliche Pflanzen, die man kennen muss
Broschur – Mit zahlreichen Fotografien
13,5 x 20,5 cm – 240 Seiten
ISBN 978-3-7408-0441-1
Euro 16,95 [D] , 17,50 [AT]

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