Kübelpflanzen

Oleander

AOleander, der Baum oder der Strauch der Liebe. Schon auf alten Wandgemälden in Pompeji war der Oleander ein beliebtes Objekt. Jeder Gartenbesitzer ist stolz auf seine Pflanzen. Aus Saat oder Jungpflanzen gezüchtet, werden die Blumen mit besonderer Liebe gepflegt.

Die Belohnung ist ein prachtvoll blühender Ort der Ruhe. Jeder Garten hat mit ein wenig Geschick seinen individuellen Charme. Er muss nicht groß sein, um daraus ein Paradies zu gestalten. Auch in einem kleinen Garten kann Urlaubsfeeling entstehen.

Schöne Accessoires, wie umflochtene Glasflaschen, Amphoren und mediterrane Pflanzen bringen die Atmosphäre südlicher Ländern in Gärten, auf Terrassen und Balkone.

Zu einer der schönsten Freilandpflanzen aus dem Mittelmeerraum gehört der Oleander. Er ist eine überaus beliebte Kübelpflanze. Nerum Oleander, auch als Rosenlorbeer bekannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae). Schon im 16. Jahrhundert wurde das Blütengehölz kultiviert.

Oleander

Respektvoll stand das Volk der Pflanze gegenüber, denn wie der Name schon sagt, ist die Pflanze giftig. Nach alten Erzählungen verendeten Tiere an dem Gift, denn alle Pflanzenteile enthalten Herzglykoside. Sie können Erbrechen, Durchfall und in schweren Fällen sogar den Tod herbeiführen. In der Medizin verwendet, hat das Gift allerdings als Herzmittel eine Heilwirkung.

Erscheinungsbild des Oleanders

Einen wunderschönen Anblick bietet die Pflanze in den Suptropen. Sie blüht wild und verschwenderisch und wer schon einmal dort seinen Urlaub verbracht hat, weiß, dass diese Blütenpracht niemals so bei uns zu sehen sein wird. Doch gut zurückgeschnitten blüht auch hier die Pflanze scheinbar unermüdlich, allerdings bei guter Pflege nicht breit wildwüchsig. Er kann in Kübeln als Strauch oder als Baum wachsen.

Das immergrüne Gewächs wird bis zu drei Meter hoch und wächst unaufhörlich in die Breite. Die ca. 5 cm großen, zwittrigen Blüten sind ursprünglich weiß und rosarot. Aus ihnen wurde eine Vielfalt an verschiedenen Farben kultiviert, wie lachsfarben, rot, gelb, violett, rosa bis leicht orange und natürlich weiß und rosa. Ungefüllt oder gefüllt. Gefüllte Blüten besitzen im Zentralbereich bunte Blütenblätter. Diese Blüten sind bei der Kultivierung aus der Freilandpflanze entstanden, also einfach gesagt, eine Mutation. Sie sind empfindlicher als die ungefüllten Sorten.

Oleander in Italien
Oleander in Italien

Die dunkelgrünen ledrigen Blätter des Oleanders sind lanzettförmig und werden bis zu 15 cm lang. Sie stehen zu dritt, quirlförmig angeordnet.

Standort und Pflanzung

Der Oleander fühlt sich am wohlsten in einer sonnigen, wind- und regengeschützten Ecke. Ideal ist die Süd- oder Südwestseite einer Hauswand. Reicht die Sonne und Wärmeeinstrahlung im Sommer nicht aus, kann ein Knospenfall eintreten. Das Gehölz wächst in seiner Heimat oft an Flussläufen im trockenen, kiesigen Boden und ist den ganzen Tag der prallen Sonne ausgesetzt, doch seine Wurzeln reichen bis tief ins Grundwasser. Deshalb richtet sich das Gießen nach der Witterung. Im Freien sollte sie in einem Kübel mit Untersetzer gedeihen. So versickert das durchlaufende Fließwasser nicht und die Wurzel können die ausgespülten Nährstoffe wieder aufnehmen. Im Winterquartier reicht es aus, einmal in der Woche, die Pflanz zu begießen.

Der Oleander ist nicht winterfest und spätestens bei Frost muss er zum Überwintern in ein warmes, helles Quartier. Die Temperatur sollte mindestens 5° betragen. Optimal sind 8° bis 10°Grad. Die Pflanze braucht regelmäßige Belüftung und ausreichend Luftfeuchtigkeit. Dazu sollte sie in gleichmäßigen Abständen besprüht werden. Gerade in dieser Zeit ist der Oleander anfällig für Spinnmilben und Schildläuse. Deshalb ist es notwendig, ihn regelmäßig auf Schädlingsbefall zu untersuchen. Bei geringem Befall kann der Blumenfreund es mit Hausmitteln versuchen, wie ätherische verdünnte Öle. Ist der Befall jedoch zu stark, muss ein chemisches Mittel angewandt werden. Mitte April darf das Blütengehölz wieder ins Freie. Jedoch erst einmal in den Schatten, damit die Sonne der Pflanze keine Schäden nach der lichtarmen Überwinterung zufügt. Nach der Eingewöhnungszeit (ca. eine Woche) kann der Oleander wieder an seinem alten Platz gestellt werden. Bei genügend Sonne und Wärme zeigt er seine wunderschöne Blütenpracht ganzjährig. Diese Blüten mögen die langrüsseligen Schmetterlinge (Oleanderschwärmer) ganz besonders. Durch ihre Bestäubung entstehen bis zu 15 cm lange Fruchtkapseln mit Samen, der ausgesät werden kann.

Pflege von Oleander

Das Gießen richtet sich nach der Witterung. Im Winterquartier reicht es, einmal die Woche die Pflanze zu begießen. Im Freien sollte sie in einem Kübel mit Untersetzer weiter gedeihen. So versickert das durchlaufende Fließwasser nicht und die Wurzel können die ausgespülten Nährstoffe wieder aufnehmen. Sind die Tage sehr heiß, muss noch zusätzlich in den Untersetzer gegossen werden. Der Oleander ist in der warmen Sommerzeit sehr wasser- und nährstoffbedürftig. Deshalb ist ein Düngen während der Wachstumsphase und der Blütezeit wichtig. Anfang September sollte die Düngung eingestellt werden. Ein Langzeitdünger ist ideal für die Kübelpflanze, dieser versorgt sie über einen langen Zeitraum.

Oleander lässt sich einfach durch Stecklinge vermehren. Die beste Zeit ist Juni bis September. Alle Teile des Triebes können verwendet werden. Die blätterlosen 20 bis 30 cm spitz abgeschnittenen Triebe werden in ein Glas mit Wasser gestellt und mit Folie bedeckt. Eine angenehme Raumtemperatur ist ausreichend, nach ca. vier Wochen entsteht eine Wurzelbildung. Sind die Wurzel ein bis zwei cm lang, können sie eingetopft werden. Zum Umtopfen der Jungpflanzen im Frühjahr eignet sich am besten kalkhaltiges Substrat gemischt mit etwas Kompost. Auch durch eine Teilung der Pflanze ist eine Vermehrung möglich. Ebenso die Vermehrung durch Samen aus der Fruchtkapsel wird erfolgreich sein. Die beste Temperatur beim Keimen liegt bei 20° bis 25° Grad.

Im zeitigen Frühjahr oder beim Einräumen in das Winterquartier, sollten alte und kahle Triebe bis zum Ansatz entfernt werden. Verkahlte große Pflanzen brauchen einen Radikal-Rückschnitt. Dabei bleiben nur drei bis sechs kräftige, gut verteile Triebe stehen, die auf zehn bis zwanzig cm zurückgeschnitten werden.

Foto “Oleander Hochstamm”: Gartenzeitung.com

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Tamara Reinisch

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