Sauna

Saunatipps: Richtig saunieren

Tipps zum Saunagang

Ein Gang in die Sauna ist nicht nur im Winter gesund, sondern das ganze Jahr. Allerdings sollten einige Regeln beachtet werden, um gesund zu bleiben.

Der Saunagang kann eine tolle Beschäftigung von jung und alt sein und wer die Saunaregeln kennt, kann nicht nur Gutes für seine Gesundheit tun, sondern auch noch zahlreiche Kontakte zu Saunagängern finden, die Gefallen am “natürlichen Schwitzen” finden.

Saunieren – ein Hobby für die die ganze Familie – vorrausgesetzt man kennt die Regeln, die zum Saunagang gehören.

Doch erst einmal, was passiert mit unserem Körper in der Sauna?

Die optimale Saunatemperatur liegt zwischen 80° und 100° Grad. Wer glaubt seinen Körper mit mehr als 120° Grad belasten zu müssen, tut sich nichts Gutes. Höhere Temperaturen belasten den Kreislauf viel zu sehr.

saunaEbenso sollte die Schwitzphase nicht auf mehr als 30 Minuten ausgedehnt werden, denn auch für Hartgesottene sind Gesundheitsprobleme nicht auszuschließen. Eine gute Alternative zur finnischen Sauna ist die Bio-Sauna (Niedertemperatursauna), sie ist die schonendere Art. Die Raumtemperatur beträgt nur 45° bis 60° Grad und ist somit angenehm warm.

Allerdings sind die Temperaturen zu gering für Aufgüsse. Die Erwärmung wird durch Infrarot Strahlungen erzeugt, die hitzeempfindliche Menschen sehr gut vertragen.

Doch ob Finnisch, Russisch oder Bio, die Saunagänge müssen richtig angewendet werden, damit der Körper sich entspannt und die Gesundheit erhält.

Dennoch gibt es Erkrankungen, bei denen ein Saunagang nicht geeignet ist. Deshalb sollte vor dem ersten Saunabad ob zu Hause in der eigenen Sauna oder der öffentlichen Sauna ein Arzt aufgesucht werden.

Grundregeln für den Saunagang

  1. Vor dem Saunagang auf reichhaltige Speisen verzichten. Der Körper muss in der Saunazeit genug leisten und sollte sich darüber hinaus nicht mit der Verdauung beschäftigen.
  2. Sich Zeit nehmen, denn ein Saunabad dauert ca. zwei Stunden. Abhetzen ist nicht gut für das Wohlbefinden des Körpers.
  3. Während des Aufgusses die Sauna nicht verlassen, das gehört sich nicht und gilt als unhöflich.

Richtig Saunieren Schritt für Schritt

  • Toilettengang: Vor dem Saunagang ist es sinnvoll, noch einmal zur Toilette zu gehen, den das Saunieren regt die Nierentätigkeit an.
  • Duschen: Vor dem Saunieren duschen, schon allein aus hygienischen Gründen. Den Körper gründlich abtrocknen, denn die Sauna wird nicht nass betreten. Trockene Haut schwitzt schneller. Ein warmes Fußbad vor dem Saunieren fördert das Schwitzen.
  • Badeschuhe: Die Badeschuhe vor der Sauna ausziehen, sie wird nicht mit Schuhen betreten.
  • Kleidung: In den meisten Saunen herrscht Kleidungsfreiheit, nur das Saunatuch in der Sauna wird zum Begleiter. Als Verhüllung, als wärmender Schutz außerhalb der Sauna und natürlich als Unterlage auf die Saunabank. Es sollte weit ausgebreitet werden, damit der Körper das Holz nicht berührt.
  • Ruhezone: Psst! In der Sauna ist Ruhe angesagt, deshalb mit Rücksicht auf die anderen Gäste betont leise reden.
  • Saunazeit: Mehr als acht- bis 15 Minuten müssen nicht sein. Bei Unwohlsein vorher die Kabine verlassen. Nur was dem Körper gut tut, ist gesund.
  • Saunaufguss: In der öffentlichen Sauna wird der Aufguss vom Fachpersonal durchgeführt. Denn er ist mehr als nur ein einfaches Aufgießen auf die Lavasteine. In privaten Saunen wird natürlich selbst zur Löylykelle gegriffen. Wer möchte, kann Aromaaufgüsse für ein abwechslungsreiches Erlebnis verwenden.
  • Saunarunden: Je höher die Saunabank, desto höher ist die Temperatur. Dort ist das Schwitzen kurz jedoch intensiv. Die letzten drei Minuten sollten unten auf die Bänke oder Stufen in aufrechter Haltung verbracht werden, damit der Kreislauf sich wieder stabilisieren kann. Danach beginnt die Abkühlphase mit einem kalten Guss. Mutige springen ins Tauchbecken, weniger Unerschrockenen reicht das Abkühlen vom rechten Fußgelenk über die Beine und Arme. Immer Richtung Herz, nicht abwärts. Nun beginnt die Ruhephase, die mindestens 15 Minuten betragen sollte. Der Körper darf dabei nicht auskühlen. Deshalb zählt der Kilt oder Bademantel zum wichtigen Zubehör. Ein schonender Weg der Abkühlung ist die frische Luft. Die kalte Luft kühlt den Körper schnell auf ein Normalmaß ab und die Kaltwasserabkühlung ist nicht mehr erforderlich.
  • Wie oft saunieren? Wer einmal die Woche in die Sauna geht, kann drei Saunagänge nach der Ruhephase wiederholen. Wer nur zweimal in der Woche die Sauna benutzt, sollte zwei Saunagänge durchführen und dreimal in der Woche ist ein Saunagang ausreichend. Mehr Saunagänge würden den Körper nur ermüden.

Wichtig für das Saunieren

Es sollte nicht vor und zwischen den Saunagängen getrunken werden, denn damit wird der Entschlackungsprozess gestört. Erst nach dem Saunieren ausreichend Säfte oder Mineralwasser trinken.

Eigene Sauna, ein Traum ohne Regeln?

Das Ritual in der eigenen Sauna ist ein stimmungsvolles und entspannendes Erlebnis. Hier muss kein Schamgefühl empfunden werden und in Einsamkeit oder mit der Familie kann in enthemmt sauniert werden. Allerdings sollten hier auch einige Regeln beachtet werden.

Enorm wichtig ist das Wohlgefühl, denn nur dann macht die Sauna Freude und hält gesund.
Fotoquelle “Sauna” © Frank Kranich – Fotolia.com

Ähnliche Themen

Eine Sauna im Gartenhaus

Ellen H. Straub

Sauna Selbstbau – bau’ Dir Deine eigene Sauna doch selbst!

Tamara Reinisch

1 Kommentar

Jensz 27. September 2018 at 17:00

Lange habe ich mit dem Gedanken gespielt, bei mir im Haus eine Sauna zu bauen. Wenn ich so Ihren Artikel lese, bin ich fest entschlossen, dies zu tun, da dies tolle Erinnerungen in mir geweckt hat. Ich sollte mich auf die Suche nach einem Sauna Hersteller machen.

Antworten

Hinterlasse einen Kommentar. Mache mit und bereichere die Gartenzeitung.com!

*

Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus OK Weiterlesen