Image default
Stadtgarten, Urban Gardening

Tomatenanbau auf dem Balkon

„Urban Gardening1″ oder „Naschbalkon“ sind Begriffe, die vor zehn Jahren wohl kaum einer kannte. Doch im Zuge des neuen Trends „Zurück zum naturnahen Leben“ gehen viele Menschen heutzutage bewusster mit Gesundheit, Lifestyle und Ernährung um.

Sonnige Fensterbretter im Zimmerinneren können sowohl Gewürzen, als auch Topfpflanzen ein geeignetes zu Hause bieten. Lediglich warm und hell möchte es Petersilie, Schnittlauch und Thymian, die problemlos im Wohnbereich wachsen. Speisen können durch die frischen Gewürze den besonderen „Pfiff“ bekommen und der gesundheitliche Mehrwert ist auch absolut erwähnenswert!

Wer etwas Glück hat, besitzt zusätzlich einen Balkon. Bestenfalls sonnig sollte dieser sein; aber auch ein halbschattiger oder gar schattiger Balkon ist für die Pflanzung von Obst, Kräutern und Gemüse geeignet.

Tomaten in Hülle und Fülle

Eine der pflegeleichtesten und ertragreichsten Pflanzen sind sicherlich Tomaten. Der rote Liebesapfel fordert jedoch einen sonnigen Standort, der warm und geschützt sein sollte, um die gefürchtete Tomatenfäule zu verhindern.

Zu viel Regen und Nässe lässt den Pilzerreger blühen und die kompletten Pflanzen sind im Nu mit der Tomatenfäule infiziert. Daher sollten die Tomaten einen warmen und trockenen Platz zugeteilt bekommen.

Wie können Tomaten auf dem Balkon gepflanzt werden?

Es gibt prinzipiell verschiedene Möglichkeiten, um Tomaten platzsparend auf dem Balkon anzubauen:

  • Tomaten im Kübel
  • Tomaten in Hängekörben
  • Tomaten in Pflanzsäcken
  • Tomaten im Pflanzring

TomatenTomaten können problemlos im Kübel oder im Eimer gepflanzt werden. Lediglich groß genug sollten die Behälter sein, denn eine gewöhnliche Tomate benötigt mindestens 10 bis 15 Liter Blumenerde. Die Drainage ist zusätzlich zwingend, denn zu reiche Wassergaben müssen abfließen können, da andernfalls die Wurzeln faulen würden. Beachte: Da die Kübel bei sommerlichen Temperaturen schnell austrocknen, muss stets ausreichend gegossen werden – möglicherweise 2 bis 3 mal täglich.

Kleine Tomaten, die flachbuschig wachsen, können auch dekorativ in Hängekörben gepflanzt werden. „Thumbling“ Sorten sind daher sehr geeignet für eine Hängebepflanzung, die sich vor allem für kleinbleibende Tomatensorten eignet. Auch hier sollte auf Drainagelöcher geachtet werden, um die Wurzeln nicht zu feucht zu halten. Wer weniger gießen möchte, greift zu wasserspeicherndem Gel. Depotdünger gewährleistet eine ausreichende Nährstoffversorgung der Tomatenpflanze über längeren Zeitraum. Dadurch muss nicht wöchentlich gedüngt werden, sondern die Pflanzen sind über Wochen mit Nährstoffen versorgt.

Pflanzsäcke oder auch Grow Bags kennt man vor allem aus der britischen Gartenszene. Hierbei handelt es sich um Plastiksäcke, die vorgedüngte Erde beinhalten und mit je 1 bis 2 Tomatensetzlingen (oder auch Gurken, Paprika etc.) bepflanzt werden können. Die Ernte fällt bei solch praktischen Pflanztaschen gut aus – da die Erde dank der Plastikhülle stets feucht bleibt und bereits alle nötigen Nährstoffe enthält. Optisch ansprechender ist selbstverständlich eine Blumentopflösung, aber wer ein wenig Fantasie hat, kann diese Säcke auch hübsch dekorieren und verzieren. Kostenpunkt für einen Pflanzsack: circa 8 Euro.

Unterschiedliche Töpfe ohne Boden werden zur Ringkultur (=Töpfe ohne Boden ineinander gestellt) umfunktioniert. Dies geschieht indem man einen bodenlosen Topf entweder auf einen Pflanzsack stellt oder ein Kiesbett unterlegt. Die Tomatenpflanze wird anschließend mit Erde in diesen erhöhten Blumentopf gepflanzt. Düngergaben im oberen Topfbereich werden von den Saugwurzeln direkt aufgenommen. Gegossen wird hingegen von unten, denn die Wasserwurzeln nehmen das Nass bestens aus dem Kiesbett auf. Nährstoffe und Wassergaben gelangen so schnellstens zur Pflanze und ein üppiges Wachstum mit intensivem Geschmack ist die logische Folge dieser guten Versorgung der Tomatenpflanze.


1 Urbaner Gartenbau, auch Urban Gardening, ist die meist kleinräumige, landwirtschaftliche Nutzung städtischer Flächen innerhalb von Siedlungsgebieten oder in deren direktem Umfeld.[1] Die nachhaltige Bewirtschaftung der gärtnerischen Kulturen, die umweltschonende Produktion und ein bewusster Konsum der landwirtschaftlichen Erzeugnisse stehen im Vordergrund.[2] Städtischer Gartenbau ist eine Sonderform der urbanen Landwirtschaft. Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Urbaner_Gartenbau

Ähnliche Themen

Der Schrebergarten: Eine soziale und ökologische Bereicherung für junge Familien

Tamara Reinisch

Wie gesund ist Gemüse aus Stadtgärten?

Gartenzeitung.com

Urban Gardening – mein Garten auf dem Balkon

Tamara Reinisch

Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus OK Weiterlesen