Der Marienkäfer

Ein kluger Käfer bereichert Natur und Garten

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Der weltweit mit über 5000 Arten verbreitete Marienkäfer (Coccinellidae) gehört der Gattung flugbefähigter Käfer an. Sie sind vor allem in den wärmeren Regionen von Asien, Afrika und Amerika beheimatet. Marienkäfer haben einen nur wenige Millimeter großen halbkugelförmigen Körperbau. Die charakterisierende Bepunktung auf den Vorderflügeln ist das Haupterkennungsmerkmal der Käfer jedoch gibt es auch Arten, die keinerlei Punkte besitzen.

Marienkäfer haben eine ausgeprägte Flugbefähigung und bewegen sich geschickt und wendig in der Luft. Der Siebenpunkt Marienkäfer genießt den höchsten Bekanntheitsgrad in der Familie der Marienkäfer. Der enorme Artenreichtum der Marienkäfer erstreckt sich europaweit über ungefähr 200 Arten.

Marienkäfer treten mit differienden Farb – und Punktzeichnungen in Erscheinung. Im Mittelpunkt der täglichen Nahrungszufuhr steht der Verzehr von Blatt- und Schildläusen. Die Lokalisierung des jeweiligen Geschlechts ist bei der Mehrzahl der Marienkäferarten keine einfach lösbare Aufgabe. Zwischen beiden Geschlechtern gibt es kaum Besonderheiten, die eine eindeutige Unterscheidung zulassen.


  • Wissenschaftlicher Name: Coccinella septempunctata
    Familie: Marienkäfer
    Heimat: Europa, Nordafrika und Asien; nach Nordamerika eingeschleppt
    Lebensraum: Gärten, Wälder, Parks, Wiesen, Äcker, Weiden
    Größe: 5-8 mm
    Ernährung: Vor allem Blattläuse, aber auch andere kleine Insekten
  • Das besondere Verhältnis

    Der Marienkäfer hat im Laufe der Zeit beim Menschen einen bemerkenswerten Sympathiestatus erreicht. Das der Mensch mit dem Marienkäfer positive Eigenschaften verbindet, erkennt man an seiner Ernennung zum Glücksbringer. Mensch und Marienkäfer bewegen sich auf einer besonderen Gefühlsebene. Eine Tatsache, die aus dem faszinierendem Erscheinungsbild der Marienkäfer resultiert.

    Marienkäfer machen Begegnungen zu wahren Glücksmomenten. Sie lösen ein Gefühl der Freude und Harmonie im Menschen aus. Menschen sehen den kleinen Krabbler gerne an und bestaunen seine farbenprächtige Erscheinung und die artgemäße Bepunktung. Der Ursprung ihrer Beliebtheit geht zudem aus ihrer nützlichen Veranlagung hervor.

    Der Siebenpunkt – Marienkäfer

    Der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Berühmtheit. Kaum einer seiner Artgenossen kann in Bezug auf Popularität mit Ihm gleich ziehen. Anhand seiner unverkennbaren Merkmale lässt sich die Art des Käfers gut bestimmen.

    Auf den roten Flügeln glänzen in kunstsinniger Anordnung, jeweils drei schwarze Punkte. Der siebte Punkt, der sich auf dem Schild des Käfers befindet, ist seitlich durch 2 weiße Flecken gekennzeichnet. Im Jahre 2006 wurde dem berühmten Käfer mit der Ehrung zum Insekt des Jahres eine besondere Auszeichnung zu teil.

    Wertvolle Unterstützung für Natur und Garten

    Interessant: Marienkäfer können wirklich sehr gut fliegen und erreichen 75 bis 91 Flügelschläge pro Sekunde

    Der Siebenpunkt-Marienkäfer ist genauso wie seine Artgenossen ein begnadeter Blattlausjäger. Die Nützlichkeit des Marienkäfers wissen Garten-und Naturfreunde natürlich ganz besonders zu schätzen. Der Käfer hat einen durchaus gesunden Appetit, der aber bei weitem noch von seinem Nachwuchs übertroffen wird.

    Marienkäferlarven beginnen Ihre Entwicklung im Monat Mai und vertilgen unvorstellbare Mengen an Blattläusen. Der Siebenpunkt-Marienkäfer eignet sich mitsamt seinem Nachwuchs aus umweltfreundlicher Sicht besser für die Schädlingsbekämpfung als der Einsatz von chemikalischen Mitteln. Die hübschen naturkundlichen Helfer sind eine wertvolle Bereicherung für Natur und Garten.

    Wie überwintert ein Marienkäfer?

    Bei der Überwinterung von Marienkäfern wurden schon riesige Massenansammlungen von Hunderttausenden von Marienkäfern gefunden.

    Marienkäfer planen ihre Überwinterung gemeinschaftlich und das nach einer ausgeklügelten Taktik. So bewegen sich die bezaubernden Käfer in großen Rudeln vorwärts um die Suche nach einem passenden Winterquartier gemeinsam zu bestreiten.

    Damit sich nach Möglichkeit große Gruppen formieren versprühen die eifrigen Krabbler ihren ganz persönlichen Charme eines Duftes um andere Artgenossen anzulocken.

    Der Garten bietet für den Siebenpunkt-Marienkäfer viele Möglichkeiten den nötigen Schutz vor den Kälteeinbrüchen zu finden. Aufgeschüttete Laubhaufen sind ein beliebtes Anlaufziel wenn es um eine behagliche Winterbehausung geht. Oftmalig finden die taktisch klugen Marienkäfer im Mauerwerk geeignete Zwischenräume in denen sie den nötigen Schutz vor der Kälte finden.

    Unterstützung bekommt der Marienkäfer auch von seinem eigenen Körper, denn der produziert eine Flüssigkeit, die ein gute Defensive gegen Kälte ist. Wie gewinnt man die natürliche Wärmezufuhr, eine Frage, die sich der schlaue Marienkäfer erst gar nicht stellt.

    Wie überwintert ein Marienkäfer?

    Marienkäfer verhalten sich bei der Gruppenüberwinterung sehr methodisch und veranstalten ein zweckgemäßes Gruppenkuscheln,. das die gegenseitige Nähe zum Artgenossen bewahrt und für die nötige Wärme sorgt. Und nach der Winterruhe, wenn reizende Käferdamen im Frühjahr paarbereit frohlocken, beginnt für die Käferherren eine aufregende Zeit.

    Marienkäfer Überwinterung, Käfer

    Schon gewusst?

    • Rund 70 verschiedene Marienkäferarten sind alleine in Deutschland zu verzeichnen. Weltweit sind es sogar 4500 Arten.
    • Alle verbindet eines: Ihr großer Appetit auf Blattläuse; sie sind also ein wahrer Nützling für den Garten! Daher werden Marienkäfer gezielt zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt.
    • Am bekanntesten in unseren Breitengraden ist der „Siebenpunkt Käfer“. 100 bis 150 Pflanzen saugende Blattläuse frisst ein solcher Käfer täglich.
    • Das gelbe Sekret, das der Marienkäfer bei Berührung ausscheidet, ist für Menschen ungefährlich, aber für Ameisen giftig! Dies ist einfach erklärt: Rauben Marienkäfer den Ameisen ihre gezüchteten Blattläuse, können sie sich dank des Sekrets erfolgreich gegen Ameisen zur Wehr setzen!
    • Im Laub, modrigen Baumstümpfen oder Mauerritzen überwintern die Marienkäfer oft zu Hunderten.
    • Der Name des Marienkäfers wird von der Jungfrau Maria abgeleitet. In ihrem Auftrag nämlich, so glaubte man einst, seien die kleinen Krabbler in der Schädlingsvertilgung tätig. Zudem sollten sie vor Hexen und Unheil schützen.

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