5 Tipps für rückenschonendes Gärtnern

Gärtnern ohne Rückenschmerzen

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Beschäftigung in der Natur, besonders im Garten, ist Naturarznei für Gesundheit, Vitalität und für ein längeres Leben. Dies wurde in den letzten Jahren von Medizinern und Psychologen in unzählbaren Studien nachgewiesen.
Gerade der Garten schafft Oasen der Ruhe, Besinnung und Erholung in einer schnelllebigen Welt. Und so ersparen Spaten, Rechen, Schaufel und Gießkanne so manches Medikament.

Was ist aber, wenn Rückenschmerzen die gute Laune und den Spaß an der Gartenarbeit verderben?
Das muss nicht sein. Lesen Sie hier, wie man rückenschonend seine Gartenarbeit verrichtet.

1. Steigerung der Leistung mit Verstand!

Nach der langen Winterpause sollte man es mit der körperlichen Anstrengung und Bewegung auf keinen Fall übertreiben. Gerade bei den ersten warmen Sonnenstrahlen vergisst man schnell die Zeit und vernachlässigt seine eigentliche Leistungsfähigkeit. Daher öfters und regelmäßige Pausen einlegen. Bereits bei den kleinsten Anzeichen von Überanstrengung oder Müdigkeit sollte man die Gartenarbeit beenden. Es macht auf jeden Fall Sinn, hier auf seinen Körper und dessen Signale zu achten.

Selbst bei der Gartenarbeit empfiehlt es sich, die Regeln des Leistungssports zu befolgen und auf eine kontrollierte Steigerung der Anforderungen zu achten. Besser ist es kleinere Arbeitsschritte vorzunehmen, als das gesamte Arbeitspensum an einem Tag auszuführen.

2. Tragen Sie nichts, was Sie auch fahren oder rollen könnten!

Das Tragen von schweren Lasten ist schädlich für den Rücken. Nicht nur, dass Wirbelsäule und Bandscheiben stark zusammengedrückt werden, auch der Rücken wird dabei gestaucht.

Besser ist es eine Schubkarre, Sackkarre oder für Terrasse oder betonierte Wege Rollbretter zu benutzen. Für rückenfreundliches Arbeiten gilt, niemals vorgebeugt oder in gebeugter Haltung schwere Materialien zu tragen oder vorgebeugt zu arbeiten. Vorteilhafter ist es, an schwere Gegenstände, wie volle Gießkannen oder der Sack Blumenerde, so dicht wie möglich heranzutreten, in die Knie zu gehen, mit beiden Händen heranziehen, das Gewicht vom Boden aufzuheben und dann mit geradem Rücken wieder in den Stand gehen. Nicht zu vergessen, je näher die Last am Körper getragen wird, desto weniger geht die Belastung in den Rücken.

Schubkarre @Gartenzeitung.com
Schubkarren entlasten gerade bei schweren Arbeiten den Rücken.

Auch arbeiten in der Hocke ist sehr ungünstig für den Rücken. Bei der Gartenarbeit am Boden sollte man deshalb besser ein Kniekissen benutzen.

3. Aufrecht arbeiten mit den richtigen Arbeitsgeräten!

Je weniger man sich bei der Gartenarbeit bücken müssen, umso besser. Um Rückenschmerzen zu vermeiden, sollte man bei der Gartenarbeit auf eine aufrechte Körperhaltung achten. Deshalb sollten rückenschonende Arbeitsgeräte über lange Stiele verfügen. Je länger der Griff oder Stiel von Rechen, Spaten oder Forke, desto weniger muss man sich bücken.

Viele Arbeiten können so auch im Stehen erledigt werden. Daher erleichtert ergonomisch geformtes Werkzeug nicht nur das Arbeiten, sondern es beugt auch gesundheitlichen Schäden vor.

Sinnvoll ist es auch, bei der Arbeit im Stehen, sein Gewicht gleichmäßig auf beide Füße zu verteilen und bewusst eine Schrittstellung einzunehmen. Diese Position sollte häufiger gewechselt werden, also Belastung auf das linke Bein und dann auf das rechte Bein.

4. Schutz vor Sonne und Zugluft!

Zugluft am Rücken lässt die Muskulatur auskühlen. Die Folge sind Verhärtungen und Verspannungen und das schmerzhafte Ergebnis Rücken- oder Nackenschmerzen.

Deshalb sollte der Rücken bei der Gartenarbeit warmgehalten und Zugluft vermieden werden. Abhilfe vor zu schnellem Abkühlen bei schweißtreibender Arbeit ist angepasste Kleidung. Besonders im Sommer sollte man auf leichte und luftige Kleidung achten, die nicht vor Zugluft, sondern auch vor Sonnenbrand schützt. Unbedingt auch an einen Sonnen- und Hitzeschutz für den Kopf denken.

Der wohlverdiente Ausgleich nach der Arbeit im Garten ist eine warme Dusche oder ein warmes Bad, um die Muskulatur zu entspannen.

Sollten bereits zugluftbedingten Rückenschmerzen zu spüren sein, kann bereits die Behandlung mit einer Rotlichtlampe, die klassische Wärmflasche oder ein erwärmtes Kirschkernkissen helfen.

5. Rückenschonendes Hochbeet!

Ein Hochbeet ist ein Gartenbeet, das nicht ebenerdig angelegt ist, sondern eine erhöhte Pflanzfläche besitzt. Mit einem solchen Hochbeet lässt es sich rückenschonend Gärtnern. Hier können alle Gartenarbeiten aufrecht stehend oder auch sitzend erledigt werden – sozusagen ein ergonomisches (körpergerechtes) Gartenbeet.

Hochbeete: Rückenschonend und praktisch

Optimal ist es, das Hochbeet bzw. den gesamten Garten an die Leistungsfähigkeit anzupassen. Auch im Alter, bei Krankheit oder einer Behinderung kann ein Hochbeet die ideale Lösung für bequemes Gärtnern sein. Doch auch für gesunde und rüstige Hobbygärtner stellt ein Hochbeet eine echte Alternative zum anstrengenden Umgraben dar.
Diese dürfen aber auch nicht zu breit angelegt sein, da es sonst dazu verführt sich fortwährend vorzubeugen und zu strecken.

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