Holz, Fliesen oder Stein: Welcher Bodenbelag eignet sich für meine Terrasse?

Holz, Fliesen oder Stein: Welcher Bodenbelag eignet sich für meine Terrasse?

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Die Auswahl der Bodenbeläge für die Terrasse ist heute beinahe so groß wie für den Innenbereich. Um den passenden Belag für die eigene Terrasse zu finden, ist es empfehlenswert, die verschiedenen Arten miteinander zu vergleichen. Wir haben die beliebtesten Optionen mit ihren jeweiligen Pro und Kontras für Sie zusammengestellt.

1. Naturholz

Terrasse, Garten
Holzterrassen strahlen einen gemütlichen und warmen Flair aus.

Holz zählt zu den schönsten Bodenmaterialien und wird sowohl im Wohnbereich als auch auf der Terrasse häufig eingesetzt. Das natürliche Material wirkt warm und lässt sich unterschiedlichen Einrichtungsstilen entsprechend individuell anpassen. Fichte, Esche und Eiche gelten als die Klassiker aus den heimischen Wäldern. Gute statische Eigenschaften besitzt darüber hinaus ein unbehandeltes Nadelholz aus Mitteleuropa: die Douglasie.

Holz weist eine sehr gute Haptik auf. Selbst wenn es im Sommer den Sonnenstrahlen direkt ausgesetzt ist, behält es dennoch eine angenehme Temperatur. Zusammen mit einer geschmackvollen Terrassenbepflanzung, zum Beispiel aus verschiedenen Kletterpflanzen, entsteht eine richtige Wohlfühloase.

Preis: Die Preise für Holz-Bodenbeläge hängen von der gewählten Holzart ab. Während einheimische Echthölzer bereits zu geringen Preisen angeboten werden, können die Preise für Tropenhölzer wie Teak oder Mahagoni hingegen sehr hoch ausfallen. Die preisgünstigste Variante sind Holzfliesen. Diese lassen sich praktisch überall einfach und passend anbringen.

Aufwand: Das Verlegen von Terrassendielen aus Holz gelingt im Normalfall ohne Probleme. Bevor die Dielen verlegt werden können, muss ein Rahmen auf dem Untergrund installiert werden. Die Dielen werden auf diesen aufgesetzt und verschraubt.

Pflege: Die Langlebigkeit des Terrassenbodens wird maßgeblich von der Holzart und der Pflege des Bodens beeinflusst. Holzdielen für die Terrasse sind zwar wetterfest, doch ähnlich wie bei Terrassenmöbeln aus Holz ist es auch bei Holzböden erforderlich, auf eine regelmäßige Wartung zu achten. Dazu zählen eine wiederkehrende Reinigung und – je nach Holz-Typ – eine entsprechende Behandlung mit Öl.

Tipps: Holz benötigt eine ständige Pflege gegen Insekten- oder Pilzbefall, Bemoosung sowie natürliche Verwitterung. Eine Versiegelung der Oberfläche kann die Haltbarkeit der Böden verbessern. Die Terrasse sollte zudem eine leichte Neigung aufweisen, damit Regenwasser besser abfließen kann.

2. Fliesen

Auch mit Fliesen werden Böden im Innen- und Außenbereich ausgestattet. Gerade im Außenbereich kommen dabei oftmals Fliesen aus Keramik oder Terrakotta zum Einsatz. Diese sind besonders pflegeleicht und langlebig. Beim Kauf von Fliesen für die Terrasse spielt eine hohe Qualität eine wichtige Rolle. Aber auch das professionelle Verlegen der Terrassenplatten ist von großer Bedeutung. Werden die Fliesen nicht professionell aufgebracht, kann es im Winter zu Frostschäden kommen.

Preis, Aufwand und Pflege: Die Art der Fliesen bestimmt die anfallenden Kosten. Sofern Sie über genügend handwerkliches Geschick verfügen, können Sie Ihre Terrassenplatten selbst fachgerecht verlegen. Ansonsten ist die Beauftragung eines Experten ratsam, für den Sie weitere Kosten einplanen müssen. Terrassenfliesen lassen sich aufgrund ihrer glatten Oberfläche einfach säubern. Auch Instandhaltung und Pflege bedürfen keines großen Zeitaufwandes.

3. Beton-Optik

Terrassenböden in Beton-Optik sind eine interessante Alternative zu richtigen Betonböden. Dabei sind sie von echten Steinplatten kaum zu unterscheiden. Die Böden weisen zahlreiche Vorteile auf. So überzeugen sie mit einer glatten sowie pflegeleichten Oberfläche und auch das Verlegen gestaltet sich nicht kompliziert. Als Basis kann ein Stelzlager oder ein Sandbett dienen.

Preis und Pflege: Die Preise für Bodenbeläge in Beton-Optik bewegen sich im mittleren Bereich. Ein korrekt verlegter Boden lässt sich auch über einen langen Zeitraum unkompliziert reinigen und pflegen.

4. Naturstein

TerrasseEin weiterer beliebter Bodenbelag für die Terrasse ist Naturstein. Dieser lässt sich vielseitig einsetzen und weist eine besonders lange Haltbarkeit auf. Für einen natürlich wirkenden Boden kann beispielsweise Sandstein verwendet werden. Auch der Süßwasserkalk Travertin wird häufig eingesetzt und ist sowohl in Beige- und Gelb-Tönen als auch in Braun, Rot, Silber und Gold erhältlich. Wer sich einen besonders widerstandsfähigen und edlen Naturstein wünscht, kann auf Quarzit zurückgreifen. Im Vergleich zu Holzböden ist der Aufwand bei einer Neu- oder Umgestaltung der Terrasse allerdings viel höher. Nur erfahrene Personen sollten diese Arbeiten durchführen.

Preis, Aufwand und Pflege: Terrassenböden aus Naturstein zeichnen sich durch eine dauerhafte Haltbarkeit aus. Im Einkauf ist Naturstein – je nach Steinart – vergleichsweise teuer. Auch die Bezahlung des Experten, der die Verlegearbeiten durchführt, muss im Vorfeld bedacht werden. Wer sich einen Natursteinboden für seine Terrasse wünscht, sollte genügend Zeit für die Herrichtung einplanen. Dies gilt für die Pflege von Naturstein jedoch nicht. Denn die glatten Böden lassen sich ganz einfach sauber halten.

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